Hilfe gegen Sprachlosigkeit

Priyanka Chorge möchte Deutsch lernen. Dorothee Adam berät sie über das Kursangebot von Tàimakoo.

Beim Verein Tàimakoo können Ausländer Deutsch lernen und bekommen Tipps
für das Alltagsleben - Eröffnungsfeier am 1. März ab 11 Uhr

Karin Istel, Harburg - Priyanka Chorge ist seit vier Wochen in Deutschland. Ihr Traum: Hier eine aryuvedische Praxis zu eröffnen. Ausgebildet dafür wurde sie in ihrem Heimatland Indien. Doch ehe sie sich ihren Traum von der Selbstständigkeit verwirklichen kann, muss sie Deutsch lernen. Deshalb hat sie sich für den Integrationskurs in der neuen Niederlassung des Vereins Tàimakoo angemeldet.
„Lassen Sie uns doch einmal schauen, was für Sie in Frage kommt“, sagt Dorothee Adam auf Englisch und zieht sich mit der neuen Teilnehmerin zur Beratung in den neuen, hellen Kursraum zurück. Dorothee Adam ist ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende des Vereins Tàimakoo und unterrichtet ebenfalls als eine von 15 Honorarkräften in den Kursen.
Der Name des Vereins ist Programm. „Tàimakoo bedeutet auf nigerianisch Hilfe“, erklärt Adam. Das Angebot des vereins ist breit gefächert: Es reicht von Sozialberatung, Begleitung zu den Ämtern, einem Dolmetscherservice über ein Internationales Frauencafé und Kinderatelier bis hin zu Integrationskursen. „Mit dem Abschluss können die Kursteilnehmer einen deutschen Pass und ein unbefristetes Bleiberecht erhalten“, erklärt Adam.
Der Kurs wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziert. Er gliedert sich in einen Sprach- und einen Orientierungskurs. „In dem sechs- bis siebenmonatigen Sprachkurs erwerben die Teilnehmer das B1-Zertifikat. Das ist eine relativ kurze Zeit, für jemanden, der zuvor noch nie ein Wort Deutsch gesprochen hat“, weiß Adam.
Bevor man mit dem Kurs beginnt, gibt es einen Einstufungstest. „Dabei wird geschaut, was die jeweilige Person braucht. Wer beispielsweise aus dem arabischen Raum kommt oder im Heimatland nur selten eine Schule besucht hat, der lernt im Alphabetisierungskurs erst einmal die lateinsichen Buchstaben der deutschen Sprache“, macht Adam aufmerksam.
Mit dem Erlernen der Sprache ist es nicht getan. „Im Orientierungskurs bekommen die Teilnehmer Infos, wie der Alltag hier in Deutschland funktioniert, zur Geschichte, Kultur und Politik“, zählt Adam auf.
Der Verein macht seine
Arbeit gut: Für seine Arbeit wurde der im Jahr 2011 gegründete Verein bereits mit dem Integrationspreis des Bezirksamtes Harburg ausgezeichnet.

Sprachzentrum
Tàimakoo e.V.
Lüneburger Straße 17
mo-sa 9-13 Uhr
Tel. 88 17 23 18
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