Hier parken jetzt Pendler

Einer der Plätze ist noch als Behindertenparkplatz markiert. „Das Piktogramm auf dem Straßenbelag wird voraussichtlich noch entfernt werden, um Irritationen zu vermeiden“, sagt DIC-Sprecherin Antonia Green.

Eigentümer vermietet ehemals öffentliche Plätze am Fähranleger

Einen Parkplatz in der Stadt zu finden, ist für alle Autofahrer eine Herausforderung. Doch für gehbehinderte Menschen ist die Parkplatzsuche oft ein unlösbares Problem. So auch vor kurzem für Jürgen S., der seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen möchte. Unterwegs auf die andere Elbseite wollte der schwerbehinderte Rentner seinen Wagen auf dem Behindertenparkplatz direkt am Anleger Finkenwerder abstellen und auf die Fähre umsteigen. Doch der Parkplatz war abgesperrt, S. fand keinen anderen in der Nähe und fuhr wieder nach Hause. „Ich parke hier seit Jahren, weil ich nicht so weit laufen kann“, sagt der Neugrabener. Er wundert sich über die Absperrung: „Das ist doch ein öffentlicher Parkplatz.“
Tatsächlich waren das Gebäude, das Grundstück und die 14 Parkbuchten am Butendeichsweg 2 früher in städtischem Besitz. Im November 2006 verkaufte die Stadt die Fläche an die Firma Deutsche Immobilien Chancen (DIC). Die Außenstelle des Neugrabener Polizeikommissariats 47 blieb als Mieter in dem Gebäude. Bis 2007 befand sich hier zudem das Ortsamt Finkenwerder. „1995 ist der Schwerbehindertenparkplatz für Besucher des Ortsamtes eingerichtet worden“, erklärt Dirk Noetzel, Leiter des PK 47. Nach dem Verkauf ordnete die Polizei an, dass der neue Eigentümer den Parkplatz erhalten müsse. Mit dem Umzug des Ortsamtes an den Steendiek, war diese Anordnung nichtig. Nepper: „Der Eigentümer kann seitdem mit dem Parkplatz machen, was er möchte.“
Dennoch blieb lange alles beim alten. Bis DIC Mitte April beschloss, die Plätze zu vermieten. Mit einem Schild vor Ort warb man um Kunden. „Viele Pendler haben sich für dieses Angebot interessiert, erspart es ihnen doch die
lästige Parkplatzsuche“, erklärt DIC-Sprecherin Antonia Green. „Ab Juni wurden die ersten Bügel angebracht, damit jeder Mieter seinen Stellplatz versperren kann. Inzwischen sind fast alle Parkplätze vermietet – bis auf diejenigen ohne Parkbügel“.
Zurzeit können hier nur noch zwei Autos frei abgestellt werden. Auch in der Benittstraße gegenüber vom Anleger gibt es einige Stellflächen. Einen Behindertenparkplatz sucht man hier jedoch vergeblich.
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