Hier gehts bald rund

Erst mal ist die Straße dicht: Der Umbau der Kreuzung im Ortskern zum Kreisel ist in vollem Gange. (Foto: cam)

Finkenwerder: Ein Kreisel soll die ehemalige Kreuzung im Ortskern ersetzen und den Verkehr wieder fließen lassen

Caja Meier, Finkenwerder – Wer aus Richtung Süden nach Finkenwerder fuhr, hatte es bislang nicht so ganz einfach, in die „richtige“ Straße einzubiegen: In den Köhlfleet Hauptdeich ging es beispielsweise diagonal rechts ab, für die Benittstraße musste man erst um die Linkskurve und dann in die Straße einbiegen. Und um in den Steendiek zu kommen, erst einmal „um den Pudding“ fahren. Doch das ist jetzt Geschichte: Seit März wird auf Finkenwerder fleißig gebaut. Leitungen werden neu verlegt, der Fußweg umplatziert und der Rundbunker am Steendiek abgerissen.

Was wird gebaut?
Geplant ist ein bepflanzter Kreisverkehr mit einer Eventbühne für Konzerte und Aufführungen am Steendiek. Die Kreuzung im Ortskern wurde im Laufe der Jahre nicht gerade schöner, und der frühere Charme von Finkenwerders Einkaufsstraße verschwand. Der Steendiek soll also neu herausgeputzt werden.

Wie lange dauert der Umbau, und was kommt auf die Bewohner zu?
Seit ein paar Wochen läuft der Umbau der Kreuzung. Die Bauarbeiten dauern noch mindestens sechs Monate. Die Bewohner müssen Stau und
stockenden Verkehr während der Umbauzeiten in Kauf nehmen. In den Sommerferien wird die Kreuzung komplett gesperrt, also die Zufahrt zum Köhlfleethauptdeich, zur Ostfrieslandstraße, dem Steendiek und der Benittstraße.

Was bringt der Kreisel?
Nicht nur während der Hauptverkehrszeiten stauen sich die Autos durch den Ort, besonders an der Kreuzung vor dem Steendiek. Zeigen dann noch die Ampeln rot, wird die Geduld der Autofahrer auf eine harte Probe gestellt. Das soll mit dem Kreisel ein Ende haben: Die Autos sollen zügiger durch den Ort fahren können.
Außerdem wird der Ortskern für Fußgänger sicherer. Es wird Zebrastreifen geben, auf denen die Passanten sicher die Straße überqueren können, da sie Vorrang vor dem fließenden Verkehr haben.
Das beruhigt besonders Eltern, deren Kinder an der Stadtteilschule und am Gymnasium Finkenwerder zur Schule gehen. Denn der Steendiek ist besonders in der Mittagspause eine „Pilgerstätte“ für die hungrigen Jugendlichen, die nicht immer auf die roten Ampeln und den Verkehr achten.

Was kostet der Spaß?
Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 1,5 Millionen Euro, davon übernimmt die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation 800.000 Euro, die übrigen 700.000 Euro steuert der Bezirk Mitte bei. Die Anwohner tragen keine Kosten.
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