„Handbremse beim Wohnungsbau lösen“

Bausenatorin Jutta Blankau (l.) informierte sich über das geplante Baugebiet „Finkenwerder 32“. Ralf Neubauer, SPD-Abgeordneter in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, Jan Fock, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter, und Jutta Vick, SPD-Chefin im Regionalausschuss Finkenwerder (v.l.), erläuterten den Bebauungsplan. (Foto: Annekatrin Buruck)

Finkenwerder 32: Geplante Neubebauung weiterhin schleppend

von Annekatrin Buruck, Finkenwerder
Der Hamburger Senat will pro Jahr 6.000 Wohnungen bauen. 420 davon könnten allein in Finkenwerder entstehen, wenn das seit langem geplante Baugebiet zwischen Norderdeich, Landscheideweg und Norderkirchenweg Wirklichkeit wird. Dort sollen Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser entstehen. Doch wann es soweit sein wird, steht noch in den Sternen.
„Vor einem Jahr haben vier Anrainer vor dem Oberverwaltungsgericht ein Normenkontrollverfahren beantragt“, erklärte Jan Fock, der für die SPD in der Hamburger Bürgerschaft sitzt. Worum es dabei im einzelnen geht, möchte er zurzeit nicht sagen, „denn ich habe kürzlich mit den Anwälten der Kläger und einem Vertreter der Behörde für Stadtentwick-lung und Umwelt verhandelt.“ Vier Punkte seien strittig, verriet Fock immerhin. In einem dieser Fälle dürfte es sich um eine geplante Zufahrt vom Norderdeich in das neue Wohngebiet handeln. Das Gespräch sei positiv verlaufen, so Fock, es bestehe Hoffnung auf Einigung.
Wie wichtig der Wohnungsbau in Hamburg inzwischen genommen wird, zeigte der Besuch von Bausenatorin Jutta Blankau, die nach Finkenwerder gekommen war, um sich einen Eindruck von dem Bebauungsplan ‚Finkenwerder 32’ zu verschaffen. „Der Bedarf nach Bauland ist groß“, erklärte sie. „So wohnen zum Beispiel viele Mitarbeiter von Airbus in Niedersachsen, weil Hamburg zu teuer ist.“ Von dem neuen Wohngebiet könnten sie bequem mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.
Aber auch wenn die Kläger ihren Antrag auf das Normenkontrollverfahren zurücknehmen, ist noch eine weitere Klippe zu umschiffen. „Dann kommt das so genannte Bodenordnungsverfahren“, erläutert Ralf Neubauer, Jurist und SPD-Abgeordneter in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte. Dabei müssen sich alle Eigentümer über die Neuordnung der Grundstücke einigen. Rund 20 Prozent der Fläche ist im Privatbesitz, der Rest gehört der Stadt.
Dass sich bei ‚Finkenwerder 32’ endlich was bewegen muss, macht Jan Fock noch einmal deutlich: „Jetzt wo die Umgehungsstraße bald fertig ist, sollten wir die Handbremse beim Wohnungsbau mal lösen.“
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