Grundschule bis zur Pensionierung

Bart, Lockenmähne, Zigarette: Junglehrer Martin Kunstreich im Jahre 1984. (Foto: pr)

Aueschule: Leiter Martin Kunstreich geht heute in den Ruhestand

Finkenwerder - Sein gesamtes Lehrerleben war er an der Aueschule: Martin Kunstreich. Nach 34 Jahren ging er heute in den Ruhestand.
„Angefangen habe ich als ABM-Kraft“ erinnert sich der Deutsch- und Geschichtslehrer. „Nach meinem Referendariat gab es zu viele Lehrer, die Arbeitslosigkeit drohte.“ Also unterrichtete erst einmal in sogenannten Auffangklassen. „Damals zogen noch sehr viel türkische Kinder ihren Vätern hinterher, die hier in Deutschland arbeiteten. Doch die Zehn- bis Zwölfjährigen konnten fast kein Deutsch.“
So langsam rutschte Martin Kunstreich in den Schulbetrieb der damaligen Grund-, Haupt- und Realschule hinein. „Nach einem halben Jahr bekam ich eine „richtige“ Stelle. Ich machte alles, was man so machen kann.“
Nach vier Jahren an der Schule unterrichtete er dann einen ganzen Jahrgang von der Vor- bis zum Ende der Grundschule. „Das hat mir gefallen. Denn ich hatte zu Hause Kinder im selben Alter“, erinnert er sich. „Nach dem ersten Durchgang von fünf Jahren machte ich das gleich nochmal.“
Stellvertretender Schulleiter wurde Martin Kunstreich 1989. In diesem Amt begleitete er die Einrichtung integrativer Regelklassen im Jahre 1991 und die Einführung der Integrationsklassen zwei Jahre später. Schulleiter wurde er im Jahre 1994 – und wuppte die Umstellung der Aueschule als teilgebundene Ganztagsschule im Jahr 2008.
Doch jetzt, nach der Pensionierung, stehen ganz andere Aktivitäten im Vordergrund. „Ich möchte wieder viel Musik machen und suche eine Gruppe, mit der ich zusammenspielen kann“, sagt der Saxophonist und Querflötenspieler.
Und seine drei Enkelkinder möchte Martin Kunstreich öfter sehen: „Sie leben in Münster und in der  Schweiz nahe Zürich. Das ist nicht gerade in der Nähe“, stellt er sich jetzt auf längere Fahrten ein. „Aber ich habe ja jetzt Zeit!“
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