Gezwitscher aus dem Rathaus

Die Gemeinde Neu Wulmstorf „zwitschert“ kommunikationstechnisch voran und versorgt ihre Bürger mit Kurznachrichten über den Internetanbieter Twitter (englisch: Gezwitscher).

Gemeinde Neu Wulmstorf twittert – 29 „follower“ verfolgen ihre Kurznachrichten

von Steffen Kozieraz, Neu Wulmstorf
Gemeinde Neu Wulmstorf informiert ab sofort auch über Twitter!“ – diese Kurznachricht, „Tweet“ genannt, lief am 20. Oktober über den bekannten Internetdienst. Damit ist Neu Wulmstorf die erste Gemeinde im Landkreis Harburg, die Nachrichten über Straßenbaustellen oder Termine der Bürgersprechstunde auch auf die Laptops und Smartphones interessierter Bürger schickt – im Twitter-Jargon „Follower“ genannt.
Pressesprecher Michael Krüger erklärt, was es mit dem „Ge-twitter“ (auf deutsch Gezwitscher) aus dem Rathaus auf sich hat: „Seit einem Jahr geben wir Pressemitteilungen auf unserer Website heraus. Die soll auch das Hauptportal bleiben. Dann kam die Idee mit dem Newsletter und parallel informierten wir uns über ,Social Media’.“ Auch Facebook sei in Betracht gezogen worden, scheiterte aber an personellen Ressourcen, denn es hätte jemand auf die Bürgerkommentare antworten müssen. Außerdem werde Facebook immer wieder von Datenschützern kritisiert.
Doch auch Twitter sorgte für Aufregung, als bei der Wahl des Bundespräsidenten 2009 vorab das Ergebnis aus dem Saal ge-twittert wurde. Sowas soll in Neu Wulmstorf nicht passieren: „Alle Meldungen werden von mir freigegeben, erhalten einen Qualitätscheck,“ erklärt der oberste Lektor der 140-Zeichen-Texte, Michael Krüger. Geschickt werden ihm die Meldungen von drei Fachbereichsleitern, die wiederum von den Verwaltungsmitarbeitern beliefert werden. Zunächst sollen alle Tweets auch als Pressemitteilung auf der Website erscheinen.
Also keine Abstimmungsergebnisse in Echtzeit? Dazu Krüger: „Wir haben die Idee, bei der nächsten Gemeinderatssitzung etwas zu testen.“ Die 29 Follower (Stand vom 7. November) dürfen also gespannt sein. Ebenfalls gespannt blickt man auf die weitere Entwicklung des Neu Wulmstorfer Twitter-Accounts sowie des Newsletters, der mit bisher 65 Abonnenten ebenfalls noch Potenzial haben dürfte. „Wir müssen erstmal sehen, was das für Arbeitsaufwand nach sich zieht,“ meint Krüger. Der Newsletter soll ein Mal monatlich erscheinen, die Tweets je nach Nachrichtenlage.
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