Getrübte Freude über neue Bushaltestelle

Bereits Anfang des Jahres haben sich die Anwohner der Seniorenwohnanlage am Norderdeich für eine neue Bushaltestelle eingesetzt. Jetzt kommt sie – allerdings an anderer Stelle, als gewünscht. (Foto: Annekatrin Buruck)

Anwohnerinitiative kämpft mit Erfolg für neue HVV-Haltestelle „Brunnenstieg“, doch der Standort sorgt für Ärger

von Annekatrin Buruck, Finkenwerder
Jetzt ist es beschlossen. Am Finkenwerder Norderdeich in Höhe der Hausnummer 118 wird eine neue Bushaltstelle eingerichtet. Damit verkürzt sich der Fußweg für die Fahrgäste, die genau zwischen den bestehenden Haltestellen Norderschulweg und Kneienblick wohnen, auf die Hälfte. Zu lange Wege waren der Grund, warum sich Anfang des Jahres rund 20 Mieter der neuen Seniorenwohnanlage für eine zusätzliche Bushaltestelle stark gemacht hatten. „Ich kann schlecht laufen“, erklärt Thea Künning. Rund vierhundert Meter muss sie zur Zeit noch zur nächsten Haltestelle am Norderschulweg laufen. Für die Seniorin ist das zu viel.
In Richtung Cranz liegen die beiden bestehenden Haltestellen ganze 800 Meter auseinander, in Richtung Altona sind es immerhin noch 600 Meter. Als Richtwert für die Entfernung zwischen zwei Haltestellen gelten beim Hamburger Verkehrsverbundes 500 Meter.
„Voraussichtlich Mitte Januar werden die neuen Stopps für die Buslinien 146, 150 und 251 auf beiden Seiten des Norderdeichs eingerichtet und in Betrieb genommen“, verkündet Ralf Neubauer, SPD-Vorsitzender in Finkenwerder. Die Haltestelle bekommt den Namen „Brunnenstieg“ und steht bereits im neuen Fahrplan des HVV.
Bei den Bewohnern der Seniorenwohnanlage ist die Freude jedoch getrübt. „Wir wollten die Haltestelle vor der Hausnummer 120 haben“, erklärt Adolf Jürgs, der die Sache in die Hand genommen hatte. Das dort stehende Haus liegt ein wenig entfernt von der Straße – eine Haltestelle sei dort nicht so störend. Anders nun vor Hausnummer 118. „Da sind es nur fünf bis sechs Meter bis zu den Terrassen der Anwohner“, ärgert sich Jürgs.
Dieser Standort wurde jedoch gewählt, weil dort Bäume auf dem Grünstreifen zwischen der Fahrbahn auf der einen sowie dem Fuß- und Radweg auf der anderen Seite stehen, erklärt Rolf Zcernikow, zuständig für Verkehr im Polizeikommissariat Neugraben. „Fahrgäste, die aussteigen, müssen sehen können, ob zum Beispiel gerade ein Radfahrer kommt und umgekehrt“, erklärt Zcernikow. „Vor Haus Nummer 118 befindet sich die einzige Stelle, wo dies möglich ist.“
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Hans-Uwe Denecke aus Finkenwerder | 27.12.2012 | 23:35  
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