Geschützter Raum für Frauen

Im Einsatz für das Frauenkulturhaus: Nadia Martínez Griese, Leiterin des Kulturbüros, Heinke Ehlers, Vorstandsmitglied, und Anette Backa, Leiterin des Mädchentreffs (v.l.). Im Hintergrund sind Werke der Künstlerin Gerda Falke zu sehen, die zuletzt im Kunsthafen ausgestellt wurden.

Alles unter einem Dach: Beratungsstelle BIFF, Mädchentreff und Kulturbüro im Harburger Frauenkulturhaus

Neue Sprachen lernen, Yoga-Kurse belegen, Kunstausstellungen besuchen, Vorträgen und Konzerten lauschen – das Frauenkulturhaus in Harburg bietet Frauen Räume, sich kulturell und künstlerisch zu entfalten. Im historischen Kanzlerhaus in der Neuen Straße 54 befindet sich neben dem Kulturbereich mit der Ausstellungsfläche „Kunsthafen“ auch ein Mädchentreff mit einer Hausaufgabenbetreuung und Berufsberatung sowie die Beratungsstelle BIFF mit angeschlossenem Müttertreff. Die BIFF ist eine Anlaufstelle für Frauen in Schwierigkeiten, Trennungssituationen und Lebenskrisen. Hamburgweit gibt es nur drei solche Einrichtungen.
Die vielen Aufgaben meistert die Einrichtung mit nur wenigen festen Mitarbeiterinnen. „Mehr Stunden würden helfen. Wir sind unterbesetzt, aber dafür leisten wir Großes“, sagt Nadia Martínez Griese, die das Kulturbüro der Einrichtung leitet. Momentan brennt es besonders in der BIFF. „Gestern früh stand hier eine Frau mit Kind und Koffer vor der Tür“, berichtet sie. „Da kann ich nicht sagen, wir haben erst am Nachmittag geöffnet.“ Stattdessen verständigte Griese ihre Kollegin von der Beratungsstelle, die so schnell wie möglich kam und sich um die Frau kümmerte. „Aktuell hat die BIFF keine Kapazitäten für Krisenintervention mehr“, sagt Griese. Der Bedarf ist so groß, dass die beiden 15-Stunden-Kräfte ihn kaum decken können.
Doch auf mehr Geld vom Bezirk kann die Einrichtung nicht hoffen. „Überall sind die Mittel knapp. Deshalb müssen wir immer mehr Spenden einwerben“, so Griese. Zurzeit bekommt die Einrichtung rund 240.00 Euro von Stadt und Bezirk, ähnlich viel wie im Vorjahr.
Ihr Träger ist der Verein „Frauenkulturhaus Harburg“, der 1985 von ein paar Harburger Künstlerinnen gegründet wurde. Die Beratungsstelle BIFF kam 1987 dazu, der Mädchentreff erst 1993. Zuerst diente ein ehemaliger Gemüseladen in der Maretstraße als Treffpunkt. 2001 zog die Einrichtung in die größeren Raume in der Neuen Straße.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.