Gefährliche Stolperfallen

Christel Erlenbach, Edith Kolb, Imgard Salzwedel, Gisela Berger und Käthe Meixner (v.l.) ärgern sich über den Gehweg entlang der Straße Am Frankenberg.

Seniorenheimbewohner ärgern sich über zugewucherten Fußweg an der Straße Am Frankenberg

Wenn Edith Kolb zum Bus geht, passt sie höllisch auf. „Hier sind schon mehrere gestürzt und haben sich was gebrochen“, erzählt die 86-Jährige. Unkraut und Gras wuchern auf dem Gehweg an der Straße Am Frankenberg, überall liegen kleine Äste und Stöcke herum. Doch um zur Haltestelle „Zum Jägerfeld“ zu gelangen, bleibt Kolb und ihren Nachbarn aus der Seniorenwohnanlage keine andere Wahl: Sie müssen hier lang.
„Ab dem Gotthelfweg ist der Gehweg in einem sehr schlechten Zustand. Aber es kümmert sich niemand darum“, sagt Kolb. Dabei beschwert sich die Rentnerin bereits seit zwei Jahren beim Bezirk. „Vor fünf Wochen habe ich zuletzt mit dem Ordnungsdienst gesprochen. Aber bisher ist nichts passiert“, ärgert sie sich.
Auch ihre Nachbarinnen können nicht verstehen, warum die Stadt den Weg derart zuwuchern lässt. Zudem sind die Gehwegplatten stellenweise uneben. Das ist besonders gefährlich für die vielen Senioren, die den Weg mit Gehwagen oder auf Krücken entlang kommen. „Das sind hier richtige Stolperfallen“, sagt Käthe Meixner (88), und Irmgard Salzwedel gibt zu bedenken: „Wir sind hier doch alle über 80.“ Wer in dem hohen Alter stürze, erhole sich meist nur sehr langsam. Und den Weg nutzen viele ältere Menschen: Im Haus am Frankenberg und den dazugehörigen Seniorenwohnungen leben mehr als 300 Personen.
Der schlechte Zustand des Weges sei dem Bezirksamt Harburg bekannt, bestätigt Sprecherin Bettina Maak. Die Straße Am Frankenberg sei jedoch eine Hauptverkehrsstraße, für die der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer zuständig ist. Dieser plane die gesamte Straße, inklusive Gehweg, von der Winsener Straße bis zum Langenbeker Weg auszubauen und die Fahrbahn und Straßenentwässerung vollständig zu erneuern. „Die Verträge mit den Baufirmen sind bereits unterschrieben“, sagt Maak. Die Bauarbeiten werden in fünf Abschnitten ausgeführt und sollen am Montag, 22. Juli, beginnen. Bis zum Ende der Bauarbeiten Ende Mai 2014 ist die Straße für den Verkehr gesperrt. Fußgänger und Radfahrer werden sicher durch das Baufeld geführt.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.