Gammelhalle wird Vorzeigeobjekt

Die Uwe-Seeler-Halle soll von den zukünftigen Bewohnern des Fischbeker Heidbrooks genutzt werden. (Foto: mag)

Die Uwe-Seeler-Halle soll für insgesamt 2,5 Millionen Euro saniert werden

Andreas Göhring, Fischbek – Seit dem letzten Zapfenstreich der Panzergrenadierbrigade 7 vor gut zehn Jahren liegt die ehemalige Sporthalle der Soldaten weit ab vom Schuss. Zufahrten gibt es nicht mehr, auch die Fußwege zur Uwe-Seeler-Sporthalle sind längst zugewuchert. Und wenn sich der TV Fischbek trotz aller Widrigkeiten nicht um die Halle gekümmert, sie instand gehalten und genutzt hätte, wäre sie wohl nur noch eine Ruine.
Das Engagement der Sportler hat sich gelohnt: Die Uwe-Seeler-Halle soll aus ihrem Dornrös- chenschlaf geweckt werden. Die Bezirksversammlung Harburg hat gerade 125.000 Euro für ihre Sanierung bewilligt. Aber das reicht vorne und hinten nicht. Insgesamt würde die Sanierung wohl gut 2,5 Millionen Euro kosten.

Woher soll das fehlende Geld kommen?
Vom Bund und von der Stadt Hamburg. Und so soll es laufen: 
Der Bund hat insgesamt 140 Millionen Euro „zur Förderung der Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bereitgestellt. Das klingt nach viel Geld! Allerdings bleiben für ganz Hamburg gerade einmal 2,5 Millionen Euro übrig.
Angesichts vieler maroder Sportanlagen ist das sicher nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin: Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen hat erkannt, dass die Sanierung der Uwe-Seeler-Halle ein wichtiges Projekt ist. Sie will 1,148 Millionen Euro vom Bund nach Fischbek weiterleiten.
Dazu schießt die Stadt noch einmal 1,277 Millionen Euro zu.

Warum ist aber gerade dieses Projekt der Stadt so wichtig?
Die Halle soll eine Begegnungsstätte für die künftigen Bewohner des Fischbeker Heidbrooks werden. „Die Halle soll aber auch zur Integration von Flüchtlingen und Menschen mit Behinderungen genutzt werden“, sagt Bezirksamtsleiter Thomas Völsch. Die Halle könne zu einem Vorzeigeobjekt entwickelt werden, das Energie sparend betrieben wird. Geplant sei unter anderem ein Anschluss an das künftige Nahwärmenetz von „Hamburg Energie“.
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