Fünf Jugendliche, die das Richtige taten

Christoph Zittlau, Mareike Christens und Kevin Schmidt (v.l.) sind drei von fünf DTRT-Preisträgern. Außerdem geehrt wurden: Vinzenz Rundspaden und Annkatrin Klüter, die leider nicht vor Ort sein konnten. (Foto: Steffen Kozieraz)

Neu Wulmstorf: Erste Ehrungen beim Projekt „Do The Right Thing“

von Steffen Kozieraz, Neu Wulmstorf
Diese Überraschung ist gelungen: Christoph Zittlau, der als Kassierer im Supermarkt jobbt, traute seinen Ohren nicht, als ihm ein Kollege zurief: „Hey, du wirst gerade von einer Stretch-Limousine abgeholt!“ Kurze Zeit später entstieg er zusammen mit drei weiteren Jugendlichen der Luxuskarosse – unter Applaus von Freunden, Familie und den Organisatoren des Projektes „Do The Right Thing“ (auf deutsch: „Tu das Richtige“). Die vier jungen Menschen sind die Ersten, die für ihr gesellschaftliches Engagement in Neu Wulmstorf öffentlich geehrt werden.
Vor der Preisverleihung im Restaurant Zum Dorfkrug erklärt Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig, die Idee hinter DTRT. Wenn Jugendliche in der Presse auftauchen, so Rosenzweig, dann oft negativ. Dabei machten die meisten doch die richtigen Dinge – nur bekomme das niemand mit. Mit der öffentlichen Ehrung wolle man dagegen steuern. Dazu bildete sich im vergangenen Juni eine Jury, die unter den Nominierten eine Auswahl trifft.
Wichtig hierbei: Jeder Bürger kann einen jungen Menschen vorschlagen, der sich auf vorbildliche Weise für die Gesellschaft eingesetzt hat. Dabei sollen es keine Heldentaten sein. So bekam der Zehntklässler Kevin Schmidt seine Ehrung, weil er seit Jahren als Streitschlichter an seiner Schule so manche Eskalation verhindern hat. Die angehenden Studenten Christoph Zittlau und Mareike Christens halfen im Jugendzentrum jüngeren Schülern regelmäßig bei den Hausaufgaben. „Ich habe das Gefühl, dass ich gar nicht so was Besonderes geleistet habe,“ findet die überraschte Preisträgerin. „Doch ich sehe diese Ehrung als ein ,Danke’ und darüber freue ich mich.“
Dass nur magere sieben Vorschläge eingingen, liege eher an der typisch deutschen Lobzurückhaltung als an der Zahl guter Taten, resümiert Projektleiter Jan Krüger. Er brachte die Idee von DTRT aus Amerika mit in den Harburger Landkreis. Schon seit 2007 läuft DTRT in Winsen und Buchholz. Für Neu Wulmstorf hofft er mit zunehmender Bekanntheit auf mehr Nominierungen.
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