Friedenstaube im Handgepäck

Am Abschiedsabend nach einem gelungenen Austausch wurde die Friedenstaube überreicht. Hier halten Darian Neumann (Stadtteilschule), Juhaina Mousa (Talitha Kumi), Lara Beelitz (Gymnasium Finkenwerder) und Saif Al-Araj (Talitha Kumi, v.l.), die Taube in den Händen. (Foto: Annekatrin Buruck)

Finkenwerder Schüler bringen Symbol des Friedens nach Palästina

von Annekatrin Buruck, Finkenwerder
Mit wertvollem Gepäck reisten in diesem Jahr 14 Schüler des Oberstufenprofils „Freiheit – wozu?“ nach Talitha Kumi, ihrer Partnerschule in Palästina. Dort überreichten sie dem stellvertretenden Schulleiter Jihad Abu-Amsha eine bronzene Friedenstaube mit Ölzweig im Schnabel. Die Jugendlichen des Gymnasiums und der Stadtteilschule Finkenwerder wollten damit einen kleinen Beitrag zu Frieden und Versöhnung leisten in einer Region, die seit Jahrzehnten nicht zur Ruhe kommt.
Die Taube stammt vom deutschen Künstler Richard Hillinger, der insgesamt 30 dieser Friedenssymbole geschaffen hat. Sie stehen für die 30 Artikel der Allgemeinen Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen und werden seit Jahren in einem symbolischen Akt weitergereicht. Unter anderen haben Nelson Mandela, der Dalai Lama und weitere Friedensnobelpreisträger eine solche Taube in den Händen gehalten und Menschen überreicht, die sich für den Frieden im Nahen Osten einsetzen.
Bereits zum zweiten Mal ist eine Gruppe Finkenwerder Jugendlicher nach Talitha Kumi, einer deutschen Auslandsschule in Beit Jala in der Nähe von Bethlehem gefahren, wo sie in Partnerfamilien leben. Neben dem intensiven Kontakt zu den palästinensischen Jugendlichen, die bereits im Sommer in Finkenwerder waren, trafen sich die deutschen Jungen und Mädchen auch mit israelischen Schülern in Tel Aviv. Der Austausch ist durch den Kontakt von Kristina Wiskamp zustande gekommen, die vier Jahre lang in Talitha Kumi unterrichtet hat und heute am Gymnasium Finkenwerder arbeitet.
Die Friedenstaube reiste übrigens im Handgepäck von Wis-kamp nach Palästina. „Wir hatten wegen des Gewichts und der Größe der Taube schon Bedenken bei den Sicherheitskontrollen, aber alles ging gut“, freute sich Schulleiter Hans-Joachim Reck. Immerhin ist die Taube aus massiver Bronze.
Die Reise der Finkenwerder Jugendlichen stand unter dem Motto „Frieden und Konflikt“ sowie „gewaltfreie Kommunikation“ – „daher die Friedenstaube als Symbol für Frieden und Freiheit“, erläuterte Wiskamp. Maximal ein halbes Jahr wird die Skulptur in Talitha Kumi bleiben, dann wird sie weitergereicht.
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