Flüchtlinge im ehemaligen Obi-Markt?

Die Stadt möchte das ehemalige Obi-Gelände kaufen, um hier eine Erstunterkunft für bis zu 3.000 Flüchtlinge einzurichten. (Foto: mag)

Die Stadt will das Gelände aufkaufen und dort eine Erstaufnahme für 3.000 Menschen einrichten

Fischbek – Seit dem Umzug des Obi-Baumarkts an die „Cuxe“ stehen die alten Hallen und der Parkplatz an der Ecke Geutensweg/Am Aschenland leer. Jetzt will die Stadt das Grundstück kaufen und dort eine Erstaufnahme für 3.000 Flüchtlinge einrichten.
Bislang waren Am Aschenland zehn doppelstöckige
Modulbauten mit je vier Wohneinheiten für für höchstens 26 Menschen geplant. Auf dem Gebiet nördlich der Bahn sollten bis 2019 etwa 250 Flüchtlinge ein vorübergehendes Zuhause finden. Doch das ist nur ein Tropfen auf den sprichwörtlichen heißen Stein. Der Bezirk Harburg braucht schnell Plätze für die Erstaufnahme von bis zu 3.000 Menschen.
Das leere, ehemalige Obi-Gebäude könnte zu einem
Empfangsgebäude umgebaut werden. Und gut zu erreichen wäre auch alles: Die S-Bahnstation Neugraben ist in unmittelbarer Nähe.
„Unterkünfte in solch einer Größenordnung sind sicherlich nicht unproblematisch. Die aktuelle Lage macht es aber zwingend erforderlich, in anderen Maßstäben zu denken und zu planen als das bisher der Fall gewesen ist“, sagt Jürgen Heimath, Harburgs SPD-Fraktionschef. So wird derzeit auch geprüft, ob eine Fläche am Falkenbergsweg für eine Flüchtlingsunterkunft geeignet ist.
Der Koalitionspartner CDU hat ein Problem mit der Größe der Erstaufnahme auf dem ehemaligen Obi-Gelände.
„Für uns wäre allerenfalls eine eine Unterkunft mit maximal 800 Plätzen vorstellbar“, so Rainer Bliefernicht (CDU). „Massenquartiere, wie sie der Innensenator plant, lehnen wir ab.“
Der Kauf des Geländes wäre von Vorteil: Hier könnte nach dem Abbau der Wohncontainer eine Feuerwache gebaut werden.
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