Fischwagen ist wieder da

Bevor der Fischwagen wieder so aussieht wie zuvor, wird es noch eine Weile dauern. (Foto: pr)

Polizei findet geklauten Marktanhänger in Wischhafen

von Bernhard Bruno, Neugraben
Er ist wieder da! Thomas Welslau von der Neugrabener Kripo hat den verschwundenen Verkaufsanhänger der Fischhändler Claudia und Nils Holst aufgespürt. Er entdeckte den Anhänger in einer Lagerhalle in Hamelwördenermoor, einem Ortsteil von Wischhafen – rund 50 Kilometer westlich von Neugraben.
Der 6,50 Meter lange, auffallend blauweiß lackierte Verkaufswagen, in dem die Holsts ihre Fischspezialitäten auf dem Neugrabener Markt anbieten, war in der Nacht zum 13. März von einem Parkplatz an der Cuxhavener Straße geklaut worden. Offenbar waren die Täter im Schutz der Dunkelheit mit einem Lieferwagen vorgefahren, hatten den Hänger angekoppelt und sich dann Richtung Westen aus dem Staub gemacht.
Welslau hatte gleich die richtige Nase. Sein Verdacht richtete sich gegen einen Schausteller aus Wischhafen, der seit längerem auch auf dem Hamburger Dom seine Bude aufstellt. „Da muss er auf dem Nachhauseweg wohl mal unseren Anhänger entdeckt haben“, vermutet Nils Holst. „Eines Nachts hat er dann zugeschlagen.“
Zur Rede gestellt präsentiert der Schausteller eine ganz andere Version: Er habe den Wagen von einem Unbekannten für 5.000 Euro gekauft. Dass bei dem Deal keine Fahrzeugpapiere dabei waren, war ihm offenbar nicht verdächtig vorgekommen.
Für die Holsts ist besonders ärgerlich, dass zwischen dem ersten Verdacht und der Entdeckung des gestohlenen Hängers noch rund 14 Tage verstrichen sind. Nils Holst: „Unser Wagen stand nämlich nicht bei dem zu Hause in Wischhafen, der hatte noch eine Lagerhalle in Hamelwördenermoor. Dafür hatte die Kripo aber keinen Durchsuchungsbefehl. Der musste erst beantragt werden, und das hat gedauert.“ In dieser Zeit ist der Hänger neu lackiert worden. Thomas Welslau: „Das roch man gleich.“ Außerdem ist die komplette Inneneinrichtung, samt verspiegelter Wand und Friteuse, rausgerissen worden. Schaden: etwa 30.000 Euro. „Ein Jammer ist das“, sagt Holst.
Die Versicherung werde wohl für einen Teil des Schadens aufkommen, aber auf den Kosten für die Miete eines Ersatz-Verkaufsanhängers werden die Holsts wohl sitzen bleiben. Holst: „Das müsste man zivilrechtlich einklagen.“
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