Fischer Olaf Jensen ist gerettet

Trotz des Hamburger Schmuddelwetters kann Fischer Olaf Jensen wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken: Ab Sonnabend kann er an seinem neuen Standort im Rüschweg 32 wieder Fische räuchern und verkaufen. (Foto: cvs)

Er darf am Rüschweg 32 seinen Fisch wieder räuchern und verkaufen ­–
los geht es am Sonnabend, 30. April

Finkenwerder – Fischer Olaf Jensen kann aufatmen: Seine Existenz ist gerettet. Er darf in Finkenwerder, genauer am Rüschweg 32, nicht nur seine Fischerausrüstung lagern, sondern auch wieder seine Fische räuchern und verkaufen.
Ein kurzer Rückblick. Er macht einen Knochenjob: Seit 30 Jahren fährt Jensen frühmorgens zum Fischen: Aal oder Zander aus der Elbe, Dorsch und Hering aus der Ostsee. Sein Schiff, die „Käptn Butt“, liegt seit vielen Jahren am Rüschkanal. Hier räuchert er bislang auch in einem einfachen Bretterverschlag auf einem Gelände direkt am Kanal seinen Fang. Oder verkaufte ihn während der Saison von Mai bis Oktober jeweils sonnabends frisch direkt von seinem Boot.
Doch vor einem Jahr wurde das städtische Grundstück neu verpachtet. Auch Fischer Jensen hatte sich beworben, bekam das Grundstück zu seinem Ärger aber nicht. Der neue Pächter wollte mehr Geld von seinem Mieter Jensen. Geld, das er nicht hatte.
Also nahm Jensen einen Standort am Rüschkanal in den Blick. Dort, im Gewerbegebiet, vermietet die Sprinkenhof Garagen, und einen leeren Vorplatz gibt es auch. Ideal zum Räuchern der Fische. Keiner würde gestört werden. Und es gibt Platz, in der Saison einen Verkaufsstand aufzustellen.

Die Sprinkenhof AG wollte nicht an Jensen vermieten

Doch die Sprinkenhof sperrte sich. Die Argumente des städtischen Unternehmens: In der Garage dürfen nur die Geräte gelagert werden. Räuchern und Verkaufen sei nicht vorgesehen.
Politik und Behörde setzten sich für den Fischer ein. „Wir in Finkenwerder müssen die Tradition als Fischerdorf hochhalten. Es kann nicht sein, dass in Finkenwerder kein Fischer mehr seine Ware verkaufen kann“, so der Bürgerschaftsabgeordnete Markus Schreiber (SPD). Jensen bekam eine Sondererlaubnis, am Rüschweg seine Fische zu räuchern und zu verkaufen. Die Sprinkenhof AG konnte an den Fischer die Garagen am Rüschweg vermieten.
Am Sonnabend, 30. April, geht der Verkauf los. Hamburg hat nicht nur seine Touristen-attraktion wieder, auch die Existenz von Fischer Jensen ist gerettet!
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