Fischbek: 4.000 neue Nachbarn

Hier, im Eingangsgebiet zur ehemaligen Röttiger-Kaserne (Foto), wird schon gebaut. Genau wie im Vogelkamp. Die Fischbeker Reethen sind das dritte Neubaugebiet im Stadtteil Neugraben-Fischbek. (Foto: mag)

In Fischbek soll auf 70 Hektar Wiese eine Gartenstadt entstehen –
IBA Hamburg baut und vermarktet das Gebiet

Fischbek – Zwischen der S-Bahnstation Fischbek und der Landesgrenze wird die neue Gartenstadt „Fischbeker Reethen“ entstehen. Ab dem Jahr 2018 sollen die ersten Häuser gebaut werden.

Was ist geplant?
Es werden 2.000 Wohneinheiten entstehen. Ursprünglich sollten 1.400 Wohnungen in mehrstöckigen Häusern entstehen, 400 Reihenhäuser und 200 Einfamilienhäuser.
Doch die Pläne wurden bereits gekippt: Mittlerweile sollen nur 1.100 Wohnungen im Geschossbau und 100 Einfamilienhäuser, dafür aber 800 Reihenhäuser errichtet werden.

Gibt es auch Wohnungen für den schmalen Geldbeutel?
Ja, doch es werden weniger sein als ursprünglich geplant. Es war vorgesehen, 550 der Wohnungen (50 Prozent) zu fördern. Jetzt hält die Behörde für Stadtentwicklung es mittlerweile für ausreichend, nur noch 330 Wohnungen (30 Prozent) mit öffentlichen Mitteln zu unterstützen.

Was soll es außer Wohnungen dort noch geben?
Viele Grünflächen, aber auch Platz für Gewerbe. Vorbild ist die Idee der Gartenstadt. Die IBA Hamburg entwickelt und vermarktet das Gebiet. „Mit dem Quartier Fischbeker Reethen schaffen wir eine neue Qualität des Stadtebaus“, kündigt Karen Pein, Geschäftsführerin IBA Hamburg GmbH, an.

Was ist eine Gartenstadt?
Die Idee ist nicht neu. Der Brite Ebenizer Howard stellte sie bereits 1889 vor. Seiner Idee nach sollte es eine Siedlung im Grünen für bis zu 32.000 Menschen sein. Neben Gärten, Parks, Gärten und Wäldern sollte es dort auch Einkaufsmöglichkeiten und kulturelle Einrichtungen geben.
So weit, so gut. Doch heute wird mit dem Begriff etwas anderes assoziiert: „200 Meter lange Gebäude, an denen kein Kind vorbeikommt“, so Ralf-Dieter Fischer (CDU). „Der Begriff ist nicht glücklich für ein modernes, mittelständisch geprägtes Quartier für das 21. Jahrhundert“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende in der Harburger Bezirksversammlung.
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