Feuerwehr kommt nicht schnell genug

Wenn´s brennt, muss die Feuerwehr schnell vor Ort sein. Doch nicht immer kommen die Feuerwehrleute von der Wache Süderelbe innerhalb der vorgegebenen Zeit zum Brandort. Die Wege sind zu lang. (Foto: pr)

SPD/CDU-Koalitionsverhandlungen:  Neue Feuerwache für Neugraben-Fischbek gefordert

Bernhard Bruno, Neugraben - Die „wachsende Stadt“ ist längst mehr als eine Vision von Politikern. Auch in Neugraben gibt es zwei Neubaugebiete. Doch steigende Einwohnerzahlen müssen auch Folgen haben, zum Beispiel bei der Sicherheit. Deshalb haben die Verhandlungsdelegationen für die Große Koalition im Bezirk Harburg einen ganz neue zusätzliche Feuerwache für den Bereich Neugraben-Fischbek auf ihren Wunschzettel geschrieben. Sie haben festgestellt: Hier gibt es Nachholbedarf.
Schon jetzt sei es so, dass die vorhandene Wache 36 an der Waltershofer Straße die zeitlichen Vorgaben für die Fahrt zum Einsatzort nicht immer einhalten kann. „Das kann nicht angehen“, sagt der SPD-Bezirksabgeordnete Arend Wiese. „Bei einem Feuer können Sekunden über Leben und Tod entscheiden.“ Es sei deutlich, dass es hier eine Sicherheitslücke gebe.
„Und die wird sich noch vergrößern“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Ralf-Dieter Fischer. „In den Neubaugebieten Fischbeker Heidbrook auf dem Gelände der ehemaligen Röttiger-Kaserne und Vogelkamp nördlich des S-Bahnhofs Neugraben werden bald mehr als tausend Neubürger leben. Sie würden da wohl kaum hinziehen, wenn ihre Sicherheit nicht gewährleistet werden kann.“

Schnelle Rettung ist wichtiger als viele Einsätze


Beschlossene Sache ist eine neue Feuerwache damit noch lange nicht. Aber die Koalitionäre betonen bei jeder Gelegenheit, dass sie bei der Formulierung des Koalitionsvertrags vorher immer wieder mit den Fachbehörden und mit Bürgerschaftsabgeordneten gesprochen hätten, um ihre Forderungen auf den Weg zu bringen.
Arend Wiese: „Wenn auch am Stadtrand größere Wohnquartiere gebaut werden, darf nicht die Effektivität der einzelnen Wachen das ausschlaggebende Kriterium sein. Vielmehr muss sichergestellt werden, dass die eigenen zeitlichen Vorgaben eingehalten werden.“
Wiese und Fischer wissen, wovon sie sprechen: Vor fast fünf Jahren war bei einer Senatsklausur beschlossen worden, die Wachen 35 (Finkenwerder) und 36 (Süderelbe) aufzulösen und in einem Neubau am Finkenwerder Knoten zusammenzulegen.Damals war ebenfalls mit der geringen Auslastung der einzelnen Wachen argumentiert worden. Auf Grund der lockeren Bebauung in den Randgebieten müssten sie weniger Einsätze fahren als eine Innenstadtwache.
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