Fahrgäste steckten zwei Stunden in der S-Bahn fest

Schnee auf den Schienen behinderte die Fahrt einer S 3 zwischen Neugraben und Fischbek. (Foto: pixelio)
Vergangenen Sonntag mussten rund 100 Fahrgäste von 20.40 bis 22.37 Uhr in einem S-Bahnzug der Linie S3 zwischen den Haltestellen Neugraben und Fischbek ausharren. „Die S-Bahn ist in einem stromlosen Abschnitt liegengeblieben“, erklärt Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis. Zum Hintergrund: Kurz nach dem Bahnhof Neugraben wird die S-Bahn Richtung Buxtehude von Gleichstrom, der über Stromabnehmer unter der Bahn eingespeist wird, auf Wechselstrom umgestellt, den die Bahn über Oberleitungen bezieht. Bevor der Wechsel geschieht, rollt die S-Bahn durch einen stromlosen Abschnitt. Am Sonntag hatten Schneemassen auf den Gleisen die Bahn daran gehindert. Da sie keinen Strom mehr bezog, fiel zudem bei frostigen Außentemperaturen die Heizung aus. Für Licht sorgte die Notbeleuchtung.
Die Fahrgäste mussten warten, bis eine andere S-Bahn an ihren Zug angekoppelt wurde und diesen wieder in den Bahnhof Neugraben schleppte. „Wir haben uns gegen eine Evakuierung entschieden, weil die Reisenden mitten im Schneesturm hätten aussteigen und mehrere hundert Meter durch Schnee und über Schotter laufen müssen“, erklärt Meyer-Lovis. In Neugraben wurden sie mit Taxis und Bussen nach Hause gebracht.
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