Fahrbahnnasen gegen Raser

Mit ihrer Forderung, Temposündern in der Ostheide Einhalt zu gebieten, sind die Anwohner bei Polizei und Politik bisher auf taube Ohren gestoßen. Jetzt will man doch etwas unternehmen.

Bezirk soll Verkehr in der Ostheide mit Hindernissen beruhigen

Etappensieg für die Bewohner der Ostheide: Der Bezirk Harburg plant den Verkehr in der von Einfamilienhäusern gesäumten Straße mit sogenannten Fahrbahnnasen zu beruhigen. Denn obwohl die Ostheide in einer Tempo-30-Zone liegt, klagen die Anwohner schon seit längerem über Raser (das Wochenblatt berichtete). Sie ärgern sich nicht nur über den Lärm, den die Autos verursachen, sondern sorgen sich auch um Kinder, die auf ihrem Weg zur Stadtteilschule Fischbek/Falkenberg entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad in der Ostheide vorbei kommen.
Bei einem Ortstermin vor Kurzem haben die Anwohner mit dem Neugrabener SPD-Abgeordneten Heinz Beeken und Rolf Zcernikow vom Polizeikommissariat 47 diskutiert. „Ich konnte selbst sehen, wie manche die Straße entlang rasen“, sagt Heinz Beeken. Obwohl er noch wenige Wochen zuvor keinen Handlungsbedarf gesehen hat, setzt sich Beeken nun beim Bezirk Harburg dafür ein, dass die Ostheide verkehrsberuhigt wird. „Die einzige Möglichkeit dem Geschwindigkeitsgebot Nachdruck zu verleihen, ist hier Fahrbahnnasen oder Fußgängerquerungshilfen zu bauen“, sagt Beeken. Ein entsprechender Antrag sei bereits im Hauptausschuss der Bezirksversammlung beschlossen worden, jetzt ist die Verwaltung am Zug. Sie müsse prüfen, welche Maßnahmen vor Ort möglich sind und wie diese finanziert werden können. „Ich rechne damit, dass im nächsten Frühjahr die Vorbereitungen abgeschlossen sind, und dann gebaut werden kann“, sagt Beeken.
Rolf Zcernikow vom Polizeikommissariat 47 unterstützt das Vorhaben. „Die Ostheide ist eine Straße zu Beginn einer Tempo-30-Zone. An solchen Stellen werden bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung grundsätzlich von der Polizei unterstützt“, sagt er. Dennoch bestehe seiner Einschätzung nach kein richtiges Verkehrsproblem in der Ostheide. „Raser gibt es dort nicht“, sagt Zcernikow. Das hätten mehrere Geschwindigkeitskontrollen in der Vergangenheit bereits eindeutig bewiesen.
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Jürgen Lohse aus Neugraben | 21.11.2013 | 17:01  
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