Estesperrwerk: Jetzt sind zwei weitere Tore dran

Die derzeitigen Arbeiten am Estesperrwerk sollen nur minimale Einschränkungen für den Verkehr mit sich bringen.

HPA investiert neun Millionen Euro in neues Spülsystem und
verbesserte Sicherheitstechnik – Brücke an vier Tagen für Verkehr gesperrt

Bis zum Beginn der Sturmflutsaison im September stattet die Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) die beiden elbseitigen Tore des Estesperrwerks mit einer neuen Spül- und Sicherheitstechnik aus, um damit den Hochwasserschutz an der Este zu verbessern. Während der Arbeiten, die vorraussichtlich neun Millionen Euro kosten werden, muss die Brücke über die Este vier Tage lang gesperrt werden, während am 24. und 25. April sowie am 5. und 6. August ein Schwimmkran die Tore aus- und wieder einbaut. In der restlichen Zeit kann der Verkehr laut HPA ungehindert fließen.
Beide Tore sollen mit Echolotsonden ausgestattet werden, um Ablagerungen in ihrem Schwenkbereich überprüfen zu können. Die neue Technik soll dafür sorgen, dass sich der Vorfall vom Dezember 2011 nicht wiederholen kann. Damals hatte sich in der Este so viel Sand und Schlick abgelagert, dass ein Tor nach oben gedrückt und beschädigt wurde. Im Zuge der Reparatur war die Brücke über die Este zum großen Ärger der Cranzer Bürger monatelang für den Verkehr gesperrt, und Autofahrer mussten weite Umwege fahren.
Größere Einschränkungen kommen erst 2014 wieder auf die Cranzer zu. Dann will die HPA das binnenseitige Osttor mit einer neuen Spül- und Sicherheitstechnik ausstatten. Dafür muss die Brücke vermutlich zwei bis drei Wochen lang durchgehend gesperrt werden.
Gudrun Schittek vom Arbeitskreis Cranz begrüßt die Arbeiten. Den Hochwasserschutz an der Este sieht sie trotzdem als gefährdet an. Durch die Insolvenz der Sietas Werft würden kaum noch Schiffe die Este an dieser Stelle passieren und den Schlick aufwirbeln, so dass er weggespült wird. Die Cranzer fürchten: Wenn nicht ausgebaggert wird, führt die zunehmende Verschlickung wieder zu Problemen. „Was passiert mit dem Schlick, der sich vor und hinter dem Sperrwerk ansammelt? Die HPA sagt nur, dafür sei sie nicht zuständig“, kritisiert Schittek.
Dazu HPA-Sprecher Alexander Schwertner: „Wir überprüfen zurzeit, wie wir dafür sorgen können, dass der Schwenkbereich der Tore frei bleibt und ob es dafür notwendig ist, die Binnen- und Außen-Este weiter auszubaggern.“ Noch in diesem Jahr wird es ein neues Sicherheitskonzept geben, verspricht Schwertner.
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