Estesperrwerk bald wieder voll einsatzbereit

Am 9. August soll das instandgesetzte Sperrwerkstor wieder eingehängt werden. Gut drei Monate haben die Reparaturarbeiten dann gedauert. (Foto: Foto: pr)

Inneres Tor wird am 9. August eingebaut – Straßenbrücke voraussichtlich Mitte September wieder befahrbar

von Annekatrin Buruck, Neuenfelde/Cranz
Die Reparatur des Estesperrwerks tritt in ihre entscheidende Phase: Am 9. August wird das instandgesetzte innere Tor wieder eingebaut. Das bestätigt die zuständige Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA).
Auf die Freigabe der Straßenbrücke müssen die Cranzer aber noch bis Mitte September warten. „Nach dem Einheben sind umfangreiche Arbeiten zum Einstellen und Justieren des Tores nötig“, erklärt HPA-Sprecherin Sinje Pangritz. Ende August oder Anfang September beginnt dann ein zwei- bis dreiwöchiger Probebetrieb. „Dabei werden alle Komponenten und ihr Zusammenspiel getestet“, ergänzte Pangritz.
Hier hat HPA kräftig nachgerüstet. Verschiedene neue Anlagenteile sollen ein Hochdrücken des Tores und Sedimentablagerungen wie im vergangenen Winter verhindern, darunter ein Niederhalter, ein zusätzliches Spülsystem, neue Sensoren zum Überwachen der Anlage und Änderungen in der Steuerungstechnik. Außerdem hat das Tor einen komplett neuen Korrosionsschutz bekommen.
Auch für ein erneutes Hochwasser in der Este wie am 25. Juni sei HPA gut gerüstet, bestätigt Pangritz: „Das Tor kann im Bedarfsfall geschlossen werden.“ Im Sperrwerksbereich gebe es gegenwärtig keine Sedimentablagerungen mehr, die das Schließen behindern könnten. „HPA peilt und baggert regelmäßig im Sperrwerksbereich sowie davor und dahinter und führt Probeschließungen durch“, so die Sprecherin. Zusätzlich kontrollieren Taucher den Torbereich.
Am 25. Juni war das äußere Sperrwerkstor trotz eines Wasserstandes von 2,80 Meter über Normalnull nicht geschlossen worden, und die Este war über die Ufer getreten. Am Estedeich lief ein Keller voll Wasser, Parkplätze und Felder wurden überflutet. „Es war eine Risikoabwägung, das Tor nicht zu schließen“, begründete Pangritz die Entscheidung von HPA, denn Sedimente im Torbereich hatten nicht vollständig entfernt werden können. Die Hafenbehörde wollte mögliche Schäden am Tor vermeiden, um für eventuell noch höhere Wasserstände gerüstet zu sein.
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