Es wird gefährlich: Ziegel sind lose

War schon im Februar eingerüstet: der Kirchturm der Maria-Magdalena-Kirche in Moorburg.

Moorburg: Turm der St. Maria-Magdalena-Kirche bröckelt

Moorburg - Wer in die Moorburger Kirche geht, der spielt fast mit seinem Leben. Ein Ziegel könnte aus dem Mauerwerk herunterfallen und den Kirchenbesucher treffen. Denn die Steine im Turm beginnen sich zu lockern.
Vom Boden aus ist der Schaden nicht zu sehen. Doch in luftiger Höhe, gleich unterhalb der Fenster, schieben sich die Ziegel langsam, aber unaufhörlich nach außen. Der Grund: Hinter den Ziegeln liegt ein runder Stahlanker. „Er wurde bei der letzten Renovierung im Jahre 1905/06 zur Stabilisierung des Turmes eingebaut. Der Stahlring rostet jetzt und schiebt die Ziegel nach außen. Er hat Sprengkraft“, erklärt Hero Janssen. Der Ingenieur fährt fort: „20 bis 30 Millimeter hat sich der Ring schon rausgeschoben. Drunter ist der Haupteingang zur Kirche. Wenn wir nichts machen, wird´s gefährlich.“
Doch natürlich kümmert sich die Kirchengemeinde um die Restaurierung des Turmes. Der Ring wird gegen Rost geschützt, die Ziegel werden nach und nach ersetzt und neu verfugt. Ganz einfach ist das Unterfangen nicht: „Der Turm ist denkmalgeschützt. Da kann man nicht irgendwelche Steine nehmen. Sie müssen in Form und Farbe den alten entsprechen“, macht Hans-Hermann Plöger aufmerksam. „In Deutschland und Dänemark gibt es nur noch drei Ziegeleien, die solche Mauersteine herstellen.“
Es wird also richtig teuer, den Turm zu sanieren. „Wir gehen von 60.000 Euro aus“, sagt Janssen. „Das können wir allein nicht wuppen.“ Die Kirchengemeinde ist dringend auf Spenden angewiesen.
Ist der Turm voraussichtlich Ende April wieder in Schuss, steht das nächste Projekt an. „Die Orgel muss repariert und der Schimmel beseitigt werden“, so Plöger. Die Arbeiten können erst nach der Turmsanierung starten, sonst wären Schmutz und Staub an das empfindliche Instrument gekommen. Auch die Geldfrage ist geklärt. „Dank vieler, vieler Spender bekommen wir alles in den Griff“, so Plöger.
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