Erst mal war die Kasse weg

Er war von Anfang an mit dabei: Gründungsmitglied Edmund Lange. (Foto: pr)

Doch zwölf Männer ließen nicht locker und gründeten den Segelverein Finkenwerder Hamburg

Finkenwerder - Am Anfang stand eine große Portion Idealismus: Am 1. März 1965 wurde der Segelverein Finkenwerder Hamburg (SVFH) von zwölf segelbegeis-terten Handwerkern im Altländer Hof auf Finkenwerder aus der Taufe gehoben. Jetzt feiert der Verein sein 50-jähriges Bestehen.

Wie ging´s los?
„Anfang 1965 waren die Gründungsmitglieder des SVFH noch Mitglieder des TuS Finkenwerder. Einige Mitglieder der Abteilung Segeln hatten Geld gesammelt für neue Anlagen für die Boote. Der Vorstand des TuSF muss das spitz bekommen haben. Wir durften als Segelabteilung des TuS keine eigene Kasse für unsere Planungen haben. Sie wurde kurzerhand eingezogen. Daraus ist die Idee geboren, einen unabhängigen Segelverein zu gründen“, erinnert sich Edmund Lange, der schon die Anfänge miterlebt hat.
Nach der Vereinsgründung wagte man sich in Eigenarbeit an den Bau einer Bootshalle. „Ausgebildete Zimmerleute lernten Laien an, auf den Balken zu balancieren und Verbindungen zu schrauben – ohne Netz und doppelten Boden“, erinnert sich Hans-Jürgen Westphal, Erster Vorsitzender des SVFH.

Und dann?
Westphal, der Erste Vorsitzende: „Die Ansprüche an den Komfort waren damals noch nicht ausgeprägt. Wasser und Strom auf dem Ponton und einen eigenen Niedergang zur Anlage des SVFH im Ness-Kanal gab es zunächst nicht. Erst 1984 gab es hier Strom und Wasser ab 1985. Das ist heute kaum vorstellbar!“

Mussten Schwierigkeiten gemeistert werden?
Ja, die Segler mussten wegen der Werkserweiterung von Airbus und der damit verbundenen Zuschüttung des Ness-
kanals umziehen. „Im Herbst 1989 konnte die Verlagerung zum Rüsch-Kanal erfolgreich beendet werden. Die Mitglieder verloren aber ihre lieb gewordene Umgebung mit Elbblick und mussten mit ansehen, wie ihre Aufbauleistung platt gemacht wurde. Das ist vielen Pionieren schwer gefallen“, bedauert Westphal.
Als die Airbus-Landebahn verlängert wurde, mussten sich die Segler auf eine andere Einfahrt in den Kanal einstellen. „Die Einfahrt wurde um den U-Bootbunker Fink II herumgeführt und damit einhergehend Anlagen abgerissen und neu errichtet“, weiß Westphal.

Wie viele Mitglieder hat der SVFH?
Über 170 Segler. „Achtbare sportliche Ergebnisse wurden bei der Deutschen Meisterschaft, bei Landesmeisterschaften und sogar bei der Europameisterschaft eingefahren“, freut sich Westphal.
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