Erholung für gestresste Städter

Es geht auch romantisch: Stadterforscher Mathias Lintl auf der „Liebesbank“. (Foto: wit)

Neuenfelde: In der Hasselwerder Straße 146 und 147 ist ein Kulturprojekt eingezogen

Wittenburg/ Istel, Neuenfelde – Elf Jahre standen die beiden Häuser in der Hasselwerder Straße 146 und 147 leer. Einzig die Heizungsanlage lief, und ein Sicherheitsdienst schaute nach dem Rechten. Jetzt ist in den beiden Häusern samt Gärten ein neues Projekt angesiedelt, das „Refugium für urban gestresste Menschen“.
Die Häuser an der Hasselwerder Straße stehen leer. Ursprünglich sollten sie für die Verlängerung der Piste bei Airbus abgerissen werden. Bestens geeignet für Umweltwissenschaftler Mathias Lintl, eine Landschaftsarchitektin, einen Bauunternehmer und zwei Künstler, hier bis August ein Kulturprojekt zur Stadtentwicklung anzusiedeln. Die Saga/GWG stellte dem Team die Häuser mietfrei zur Verfügung.
Zum einen sieht Projektleiter Lintl in der touristischen Nutzung für Kurzurlauber eine Zukunftschance für das Dorf. „Unser Motto: Geschichte entdecken, nett klönen und Zukunft denken. Wir wollten die Eigenart der teils über 100 Jahre alten Häuser, die Erfahrungen der Ortseinwohner und die Vorstellungen eines Dorflebens der Zukunft zusammenbringen“, so Lintl.

Häuser könnten zu einer Künstler-Oase werden


Gern soll der alte Backofen wieder in Betrieb gehen, und
eine Arche für Haustiere, die von den Nachbarskindern
gepflegt und versorgt werden, ist auch angedacht.
Besonders der verwilderte Garten ist ideal zum Entspannen. Unter einer Trauerweide steht romantisch die „Liebesbank“. In einer Holzlaube, die von Efeu überwuchert ist, kann sich der 48-Jährige eine Bar gut vorstellen, in der sich Besuchern und Einheimische treffen.
Und es gibt noch einen zweiten Aspekt des Kulturprojektes: Wie groß wäre eigentlich der finanzielle Aufwand, die Häuser so weit zu sanieren, dass sie Künstlern einen Arbeitsplatz und einen Wohnsitz böten? Das wollen die Projektmitglieder errechnen und erste Pläne vorlegen.
„Unsere Denk- und Planungsleistung hat sicher einen Wert von 30.000 Euro, die eigenfinanziert werden“, sagt Mathias Lintl. „Vision und Ansporn für uns ist, unsere Planung mit der Zeit umsetzen zu können.“
Das Projekt wird vom Verein „Stadtkultur Hafen“ und von „überNormalNull – Büro für Kunst, Bauen und Stadtentwicklung“ organisiert.

Infos gesucht:
Ehemalige oder derzeitige Bewohner Neuenfeldes, die zur Geschichte der Häuser etwas erzählen können, werden gebeten, Kontakt mit dem Team per Mail unter
info@refugium-neuenfelde.de aufzunehmen.
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