Erfolg für neue Schulform

In der Pausenhalle „Auedrachen“ herrscht um die Mittagszeit reges Treiben. Die Kinder gehen in Sechsergruppen zum Essen. (Foto: Annekatrin Buruck)

Offenes Ganztagsschulkonzept wird an den Finkenwerder Grundschulen gut angenommen

von Annekatrin Buruck, Finkenwerder
In der Pausenhalle der Aueschule herrscht reges Treiben. In Sechsergruppen holen sich die Kinder an der Theke ihr Mittagessen ab und setzen sich an einen der vielen Tische. Lange brauchen sie nicht, dann geht es raus auf den Schulhof zum Spielen, in die Bücherei zum Schmökern oder in einen Ruheraum zum Entspannen. „Es gibt sogar Kinder, die halten hier einen kleinen Mittagsschlaf“, staunt Martin Kunstreich, Schulleiter der Aueschule.
Der Schulalltag an der Aueschule und auch an der Westerschule hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Endete noch bis 2008 der Unterricht an den Hamburger Grundschulen um 13 Uhr, so hält jetzt Stück für Stück die Ganztagsschule Einzug. „Auf Finkenwerder haben wir mit einer offenen Form der Ganztagsschule angefangen“, erzählt Kunstreich. Der Pflichtunterricht war weiterhin mittags zu Ende, Nachmittagsangebote waren freiwillig.
Seit diesem Schuljahr müssen Schüler an der Aueschule an zwei und an der Westerschule ein einem Tag bis 16 Uhr in der Schule bleiben. Kunstreich und Brosch sind von diesem System überzeugt. „Das ist pädagogisch sinnvoll, weil man den geballten Unterrichtsblock am Vormittag auflösen kann“, so Kunstreich.
Der Tag beginnt jetzt mit einer Arbeitszeit, die die Hausaufgaben ersetzt. Dann folgen an den langen Tagen zwei je 60 Minuten lange Unterrichtsblöcke, anderthalb Stunden Mittagspause mit viel freier Zeit und dann noch einmal Unterricht bis 16 Uhr. An den kurzen Tagen gibt es freiwillige Kurse am Nachmittag. „Außerdem bieten wir Früh- und Spätbetreuung sowie Ferienbetreuung an“, ergänzt Kunstreich.
An der Westerschule ist zur Zeit nur ein Tag verpflichtend bis 16 Uhr. „Aber im nächsten Jahr wollen wir auch zwei Tage anbieten“, erzählt Ulrich Brosch, Leiter der Westerschule. Der Bedarf bei den meisten Eltern ist da: Rund zwei Drittel nutzten das freiwillige Angebot der Aueschule in den letzten zwei Jahren. Aber es gibt auch andere Meinungen: „In Finkenwerder haben Eltern jetzt keine Alternative zur Ganztagsschule mehr“, so eine kritische Elternstimme.
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