Er schreibt ganzjährig in der Hängematte

Ulrich Tamm bei der Arbeit: Er schreibt ganzjährig in seiner Hängematte, die im Wohnzimmer über der Heizung ausgespannt ist.

Neues Kinderbuch: Ulrich Tamm erdachte sich Abenteuer, die die Kröte Karl in Neuwiedenthal erlebt

Neuwiedenthal - Karl und Ulrich haben sich recht ungewöhnlich kennengelernt: Karl sprang Ulrich, der gerade Unkraut zupfte, an. Und sorgte für einen ziemlichen Schrecken. Aber Karl ist kein Mensch, sondern ein kleiner Frosch im Gartenteich von Ulrich Tamm. Nachdem der erste Schreck verdaut war, setzte sich der 58-Jährige an seinen Computer und begann, seine Buchreihe „Karl, eine Kröte geht ihren Weg“ zu schreiben. Mittlerweile geht der dritte Band in Druck.

Was hat Sie zu dem Buch bewogen?
Meine Frau und ich haben die Kröte immer wieder in unserem Garten gesehen und uns sozusagen angefreundet. Einmal schaffte sie es sogar auf die Straße auszubüxen. Da habe ich sie wieder in unseren Teich zurückgetragen. Hinterher kam mir die Idee: Warum nicht eine Geschichte über unseren grünen Mitbewohner schreiben? Der Titel „Karl, die Kröte“ war geboren. Einen kleinen Schönheitsfehler hat der Titel: Der Original-Karl ist eigentlich keine Kröte, sondern ein Frosch. Aber das fanden meinen Frau und ich erst viel später heraus.

Um was geht es in dem Buch?
Der Karl ist pfiffig. Im wird der kleine Gartenteich, in dem er geboren wurde, bald viel zu klein. Also macht er sich auf den Weg und erkundet seinen Stadtteil, Neuwiedenthal. Die Kinder finden in dem Buch die Orte wieder, die es tatsächlich in Neuwiedenthal gibt.

Wie viele Bücher sind bereits erschienen?
Von Karl und seinen Abenteuern gibt es bereits zwei Bücher. Das dritte Buch ist jetzt in Druck gegangen, das vierte wird im Laufe dieses Jahres erscheinen. Die Bücher bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln gelesen werden. Übrigens: Eines habe ich bereits in die USA verkauft.

Wie kommen die Bücher bei den Kindern an?
Gut! Ramona Cappaert liest „Karl“ ihrem fünfjährigen Sohn Jero als Gute-Nacht Geschichte vor: „Abends, wenn Jero ins Bett hüpft, fragt er immer gleich: Lesen wir noch ein wenig Karl? Selbst, wenn ihm die Augen schon fast zufallen, muss ich noch ein paar Seiten lesen.“

Warum schreiben Sie Kinderbücher?
Ich habe vor drei Jahren mit dem Schreiben begonnen als ich länger krank war. Eigentlich hatte ich ein Kochbuch im Sinn, Fisch-Rezepte garniert mit Gedichten und Geschichten. Dann hatte ich so viel Freude mit Karl, dass ich mir ein Kinderbuch ausdachte.
Ich schreibe übrigens per Computer und ganzjährig in meiner Hängematte, auch im Winter. Die spanne ich nämlich nicht im Garten, sondern im Wohnzimmer über der Heizung auf.
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