Enge Sperre ärgert Radfahrer

Elisabeth Pirsech ärgert sich jedes Mal, wenn sie ihr Fahrrad mühsam durch die Sperre am Bahnübergang Hein-Saß-Weg schieben muss. (Foto: Annekatrin Buruck)

Bahnübergänge in Finkenwerder können erst abgebaut werden, wenn die seit Jahren ungenutzte Strecke offiziell stillgelegt wird

Fast jeden Tag kommt Elisabeth Pirsech aus Finkenwerder am Bahnübergang Hein-Saß-Weg vorbei, und jedes Mal schwillt ihr der Kamm vor Ärger. „Der Weg über die Gleise ist mit einer sehr komplizierten Sperre versehen“, empört sie sich. „Sämtliche Radfahrer müssen absteigen und in mehreren engen Windungen ihr Fahrrad durch die Sperre führen.“ Das ist völlig sinnlos, denn hier fährt schon lange kein Zug mehr.
Bis vor rund zehn Jahren wurden über die Bahnstrecke Bauteile für Airbus transportiert. Heute kommen sie per Schiff, Flugzeug oder Lkw. Doch Airbus will sich die Möglichkeit für einen Schienentransport weiter offen halten; möglicherweise genügt dem Unternehmen aber ein Gleisanschluss bis zum Bereich Aluwerk/Dradenau.
„Aber solange die Bahnstre-cke existiert, muss sie in einem betriebsbereiten Zustand gehalten werden“, antwortete Alexander Schwertner, Pressesprecher der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA), der die Hafenbahn gehört. Dazu zählen auch die beanstandeten Umlaufsperren. Erst wenn die Strecke offiziell außer Betrieb genommen würde, könnte sich daran etwas ändern. „Dazu ist aber ein förmliches Stilllegungsverfahren nötig.“
Insgesamt sieben Bahnübergänge gibt es zwischen Steendiek und dem Airbusgelände, so HPA. Die vier Fußgängerüberwege sind mit Umlaufsperren gesichert, die drei Straßenüberquerungen mit Andreaskreuzen gekennzeichnet.
Am sichersten für Fußgänger sei eine Sperre wie die am Hein-Saß-Weg mit drei hintereinander und versetzt angeordneten Bügeln pro Seite, so Alexander Schwertner. Ist nicht genug Platz vorhanden, wie bei der Sperre am Wochenmarkt, genügen auch zwei Bügel pro Seite.
Für die HPA ist der Übergang am Hein-Saß-Weg übrigens kein Problem. Er erlaube mit einer durchgängigen Breite von 1,20 Meter sowohl Fußgängern als auch Rollstuhlfahrern das Überqueren ohne Probleme. Und die nächste erreichbare Querung ohne bauliche Barrieren liege an der wenige hundert Meter entfernten Kreuzung Steendiek/Schloostraße.
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