Eltern haben Angst

Tapferes Lächeln trotz hoch ansteckender Krankheit: Die Kleine hat sich mit der Hand-Mund-Fuß-Krankheit angesteckt. Die roten Bläschen sind schmerzhaft. Im Mundraum verursachen sie Schmerzen beim Schlucken. Die Krankheit wird durch Körperflüssigkeit übertragen. Eine Impfung dagegen gibt es nicht. (Foto: pr)
 
Ob Hand.... (Foto: pr)

Hochansteckende Hand-Mund-Fuß-Krankeit in Heimfelder Kita – anscheinend macht die Einrichtung nichts dagegen

Stefan Mrochem, Heimfeld - Alarm in einer Heimfelder Kita: Die Hand-Mund-FußKrankheit scheint zu grassieren. Hinter dem so harmlos klingenden Namen verbirgt sich eine hoch ansteckende Krankheit. Doch der Kindergarten bleibt geöffnet, das Bezirksamt hat keine Ahnung von der Gefahr. Der Großvater eines Kindes ist in heller Aufregung: „In der Kita wird man nur abgewiegelt. Niemand will tätig werden.“

Wann ist die Krankheit ausgebrochen?
Anscheinend in den vergangenen Tagen in einer Heimfelder Kita. Doch das Gesundheitsamt in Harburg weiß von nichts. „Aktuell liegen dem Gesundheitsamt keine Meldungen aus einer Heimfelder Kita vor“, sagt Bettina Maak. Die Sprecherin des Bezirksamtes Harburg räumt jedoch ein: „Im Bezirk Harburg sind seit Jahresbeginn bis Mitte Juli insgesamt 53 Fälle von Hand-Fuß-Mund-Krankheit gemeldet worden, davon im Mai 2014 insgesamt sieben Fälle aus einer Kita in Heimfeld.“
Ob derzeit noch weitere Kitas betroffen sind, weiß man nicht.

Wird die Heimfelder Kindertagesstätte geschlossen?
Nein, denn offiziell wurde dem Gesundheitsamt derzeit kein Fall gemeldet.

Falls die Krankheit gemeldet würde, wird die Kita dann geschlossen?
„Ein Besuchsverbot wird nicht erteilt. Es wird jedoch empfohlen, dass betroffene Kinder solange zu Hause bleiben, bis das Fieber abgeklungen ist und die Bläschen eingetrock-net sind“, so Maak.

Wie lange dauert es, bis die Krankheit ausbricht?
Die Krankheit bekommen nur Kinder unter zehn Jahren. Kinderarzt Dr. Stefan Renz: „In der Regel dauert es drei bis zehn Tage, bis sie ausbricht.“

Wie äußert sich die Krankheit?
Renz: „Sie beginnt mit Fieber und Abgeschlagenheit. Dann bilden sich Bläschen im Mund, an Händen und Füßen, aber auch im Gesäßbereich.“

Wie wird diese Krankheit übertragen?
Renz: „Durch Körperflüssigkeiten, am Anfang auch durch den Inhalt der Bläschen im Mund. Da das Virus aber auch im Darm vorkommt, ist der Stuhl hoch ansteckend. Man sollte sich deshalb oft und gründlich die Hände waschen.“

Wie kann man den Erkrankten helfen?
Renz: „Die Bläschen an Händen und Füßen sind schmerzhaft und beeinträchtigen dazu noch im Mund die Nahrungsaufnahme. Daher sind schmerzstillende Gels und Tinkturen sinnvoll und lindernd.“

Kann das Kind daran sterben? 
Renz: „Nein. Es gibt auch keine Impfung gegen die Krankheit.“



Info: Was ist die Hand-, Mund-, Fuß-Krankheit?
Vor allem Kinder unter sechs Jahren sind von der Hand-Mund-Fuß-Krankheit betroffen. Kennzeichen dieser sehr ansteckenden, aber in Europa meist ungefährlichen Viruserkrankung sind Fieber, Entzündungen auf Zunge und Gaumen und Geschwüre auf der Mundschleimhaut sowie ein bläschenförmiger Ausschlag auf Handinnenflächen und Fußsohlen.
Die Viren sind sehr anste-ckend und wandern über Speichel, Sekret aus den Pus-teln und über Schmierinfektionen, beispielsweise durch mit Stuhl verschmutzte Oberflächen auf Toiletten, von Mensch zu Mensch.
Nach etwa zehn Tagen ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit in der Regel überstanden. In Deutschland tritt die Krankheit sporadisch vor allem in den Sommermonaten auf.
Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de
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