Eklat beim Freibadfest

Beim Fest zum Start der Badesaison jagt der eineinhalbjährige Finn im Babybecken dem Wasserball hinterher. Von dem Hausverbot, das für den Ersten Vorsitzenden des Fördervereins gilt, ahnt er nichts.

Förderverein „Unser Freibad Neugraben“ veranstaltet Fest – Vereinsvorsitzender darf nicht kommen, er hat Hausverbot

Neugraben - Strahlendes Wetter, kühles Badewasser und und leckere Grillwürstchen: Das Saisoneröffnungsfest im Freibad Neugraben lockte zahlreiche Kinder an. Natürlich mussten sie keinen Eintritt zahlen. Doch einer der Veranstalter fehlte: der Erste Vorsitzende des Fördervereins, Nils Meyer-Ottens. Er hat Hausverbot im Freibad, darf das Gelände nicht betreten.

Warum hat der Erste Vorsitzende Hausverbot?
Meyer-Ottens: „Das weiß ich selber nicht so genau“, gibt er sich ratlos. Äußern will er sich dazu aber auch nicht. „Dazu habe ich nichts zu sagen.“ Vielmehr vermutet er Vereinsintrigen. „Das sind alles Absprachen.“
Das sieht Michael Dietel, Sprecher von Bäderland Hamburg, völlig anders: „Herr Meyer-Ottens hat unsere Mitarbeiter beleidigt und das Hausrecht verletzt. Er war der Meinung, wir seien seine Handlanger. Dann wurde er noch aggressiv. Da haben wir ein Hausverbot ausgesprochen.“

Wie reagiert der Verein auf die Affäre?

Es wird eine außerordentliche Mitgliedersammlung einberufen werden. Einziger Tagesordnungspunkt: die Abwahl von Meyer-Ottens.

Was macht der Förderverein Neugraben?
In ihm haben sich Menschen aus dem Stadtteil zusammengeschlossen, denen das kleine Freibad an der Neuwiedenthaler Straße am Herzen liegt. Jahrelang stand es immer wieder kurz vor dem Aus, weil der Unterhalt des Bades nicht gesichert war. Der Verein kämpfte mit vielen Aktionen um das Bad. Mit Erfolg: Es wurde nicht geschlossen. Jetzt betreibt Bäderland Hamburg das Bad, ist dort Hausherr. Der Verein stellt Events auf die Beine, um die Attraktivität des Bades zu steigern. Dazu zählen beispielsweise die Feste zu Beginn und Ende der Freibadsaison.
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