Eine Telefonzelle für Bücher

Ob Krimi, Kunstbuch oder Wanderführer: Bücher aller Art willkommen!

Finkenwerder: Beim Haus der Jugend soll eine Tauschbibliothek entstehen

Finkenwerder - Wer zukünftig in die Telefonzelle beim Haus der Jugend geht, der will nicht telefonieren, sondern – lesen! Bald wird hier eine kunterbunte Auswahl an Büchern stehen. Jeder darf zugreifen und sich eins mitnehmen, sollte dann aber irgendwann auch ein ausgelesene Buch mitbringen. So gibt es immer wieder eine neue, spannende Auswahl an Büchern, die auf ein neues Zuhause warten.
„Jedes Tauschbuch ist willkommen, egal ob Krimi, Kochbuch oder Reiseführer“, sagt Matthias Lloyd. Der CDU-Politiker und seine Partei können jetzt endlich die seit fünf Jahren gehegte Vorstellung einer Tauschbibliothek Wirklichkeit werden lassen: Auf Beschluss der Bezirksversammlung wird das Bezirksamt Mitte 2.000 Euro aus Sondermitteln für das Projekt zur Verfügung stellen.
Von dem Geld wird eine ausgediente Telefonzelle gekauft. Sie soll gemeinsam mit Jugendlichen zu einer „Bücher-Zelle“ umgebaut werden. So könnten die Regale in einem Projekt des Hauses der Jugend entstehen. Damit die Tauschbibliothek leicht zu erreichen ist, wird sie wahrscheinlich in der Nähe des Jugendtreffs ihren Standort haben. Ist sie eine Konkurrenz zur örtlichen Bücherhalle? „Nein! Die Tauschbibliothek ist eine sinnvolle Ergänzung und stellt auch eine gewisse Stadtteilkultur dar“, so Lloyd.
Das kann man in Neugraben nur bestätigen. „Wir haben gute Erfahrungen gemacht. Der völlig freie Tausch ohne Bürokratie klappt“, sagt Matthias Pfeifer. Er leitet die Bücherhalle Neugraben und hat auch die dortige Tauschbibliothek im Blick.
Die alte Telefonzelle an der Straße Neugrabener Markt wurde schon vor gut drei Jahren ausrangiert. Seit dem Spätsommer 2010 führt sie auf Initiative der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft (steg) ein zweites Leben als „Der kleine Büchertausch“.
Die „Bücher-Zelle“ ist ein Projekt, an dem viele aus dem Stadtteil mitarbeiten: Das Geld zum Kauf stammt aus dem Verfügungsfonds, der Förderverein Neugraben beteiligen sich an den Kosten für Strom und Versicherung, und die Mitarbeiter eines benachbarten Imbisses schließen die Tauschbibliothek morgens auf und abends zu.
Eine Bitte hat Pfeifer an die Tauschenden: „Die Bücher-Telefonzelle ist keine Sammelstelle für alte Buchbestände. Man sollte nur so viele Bücher in die Regale stellen, wie man zuvor entnommen hat.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.