Eine neue Brücke – nur für Züge

Wirtschaftssenator Frank Horch, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und Jens Meier, Chef der Hamburg Port Athority (HPA, v.l.), drücken den Knopf zum ersten Rammschlag. (Foto: pr)

Baustart für die zweite Kattwykbrücke – Kosten: 208 Millionen

Moorburg - Die Bauarbeiten für die zweite Kattwykbrücke haben begonnen. Zukünftig werden Autos und Züge auf einer je eigenen Brücke zwischen Moorburg und Wilhelmsburg die Süderelbe queren.

Warum ist die neue Brücke notwendig?
Die Kattwykbrücke ist die Verbindung zwischen Elbbrücken und Köhlbrandbrücke, also eine der wichtigsten Wege im Hafen. Heute muss man als Autofahrer häufig vor der Brücke warten, weil sie gesperrt ist: Etwa alle zwei Stunden wird die Hubbrücke hochgezogen, um Schiffe durchzulassen. 30- bis 40-mal am Tag fahren Züge auf oder von der Brücke. Da die Schienen auf der Brücke in der Mitte der Straßenfahrbahn verlaufen.
Da der Hamburger Hafen der bedeutendste Eisenbahnhafen im Norden ist, und der Güterverkehr ständig zunimmt, reicht die Kattwykbrücke für die vielen Züge kaum noch aus. Die neue Bahnbrücke soll ihre „ältere Schwester“ entlasten. Eine Verbindung zum Containerterminal Altenwerder (CTA) ist auch angedacht.

Was wird gebaut?
Eine 287 Meter lange und über 15 Meter breite Stahlbrücke für die Züge. Sie wird 50 Meter neben der jetzigen Brücke stehen, und ebenfalls blau-gelb angestrichen sein. „Wir haben festgestellt, dass diese Farben bei Nebel am besten erkannt werden“, so Jens Meier. Er ist der Chef der Hamburg Port Authority (HPA).
Die neue Brücke kann - wie die bestehende - 45 Meter angehoben werden. Über eine gemeinsame Steuerung können beide Brücken gemeinsam geöffnet werden. Die neue Brücke wird über zahlreiche technische Neuerungen verfügen: So wird beispielsweise die Beleuchtung bei Nebel heller strahlen als üblich. Außerdem wird eine neue Steuerungszentrale gebaut, die alle Brücken im Hafen überwachen soll.

Wie teuer wird das?
208 Millionen Euro. Darin enthalten ist auch der Umbau des Verkehrsknotenpunkts am Kattwykdamm. Das Geld kommt von der HPA.

Wann soll die neue Brücke fertig sein?
Im Jahr 2020.

Gibt´s auch Nachteile?
Ja, für die Moorburger. Die alte Brücke können statt derzeit 8.000 zukünftig 12.000 Autos nutzen, die anschließend in jedem Fall durch Moorburg fahren müssen.

Kurz-Infos:
Alte Kattwykbrücke
Die Querung über die Süderelbe wurde 1973 ferig gestellt. Sie ist eine Fachwerkbrücke mit einem beweglichen Überbau. Die Schienen verlaufen in der Mitte der Fahrbahnen.

Neue Kattwykbrücke
Sie wird 287 Meter lang und 15,3 Meter breit. Das 133 Meter lange Hubteil kann bis zu 45, 7 Meter angehoben werden. So entsteht eine 108 Meter breite Durchfahrt für Schiffe auf der Süderelbe.
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