Ein Lebensretter braucht selber Hilfe!

Notarzt Thorsten Salamon ist an Leukämie erkrankt und sucht dringend einen Zell-Spender

Osdorf - Über 14.000 Einsätze hat Thorsten Salamon als leitender Notarzt im ADAC-Hubschrauber Christoph Hansa in Norddeutschland geflogen und dabei unzähligen Menschen das Leben gerettet. Doch nun ist er selbst auf Hilfe angewiesen: Der vierfache Familienvater ist an Leukämie erkrankt. Um weiterleben zu können, braucht er dringend einen Stammzellenspende.
 Seit 25 Jahren ist Thorsten Salamon Notarzt mit Leib und Seele. Er war immer für alle da, die Hilfe benötigten. Seine Kollegen schätzen ihn aufgrund seiner hohen Fachkompetenz und seiner ruhigen, freundlichen und besonnenen Art – selbst in den größten Stresssituationen.
Doch innerhalb weniger Stunden änderte sich alles: Die Diagnose Leukämie hat das Leben des vierfachen Vaters auf den Kopf gestellt. Um weiter leben zu können, braucht er jetzt dringend eine Stammzellen-oder Knochenmarkspende.

Die Chancen stehen eins zu mehreren Millionen

Doch Rettung naht, hoffen seine Familie, Freunde und Kollegen. Um einen Spender zu finden, organisierten sie kurzerhand gemeinsam mit der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS ) eine Registrierungsaktion für nächsten Sonnabend im Gemeindehaus St. Simeon. Ihre große Erwartung: Dass sich möglichst viele Menschen testen lassen. Je mehr Menschen dies tun, desto höher die Chance für Thorsten Salamon, einen passenden Spender zu finden.
Es muss ein Mensch mit möglichst ähnlichen Gewebemerkmalen gefunden werden, damit die Stammzellen des Spenders vom Organismus des Empfängers nicht abgestoßen werden. Die Wahrscheinlichkeit dafür reicht von 1:20.000 bis eins zu mehreren Millionen. Denn es gibt etwa 50 Millionen unterschiedliche Kombinationen von Gewebemerkmalen.
An der Registrierungsaktion kann jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren mitmachen. Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung werden dem Spender fünf Milliliter Blut abgenommen, damit seine Gewebemerkmale bestimmt werden können. Sind die Gewebemerkmale mit denen von Thorsten Salamon identisch, kommt der Getestete als Spender in Frage – und Thorsten Salamon hätte seinen Lebensretter gefunden!

www.dkms.de

HLA-Gewebemerkmale
Die Abkürzung "HLA" steht für "Human Leukocyte Antigen"-Merkmale. Es handelt sich um vererbbare Gewebemerkmale, die erstmals 1958 auf weißen Blutkörperchen (Leukozyten) entdeckt wurden. Heute weiß man, dass sie auf praktisch allen Körperzellen vorhanden sind.
HLA-Merkmale sind Eiweißketten, die vor allem für immunologische Vorgänge im Körper und damit auch für eine eventuelle Transplantatabstoßung von großer Bedeutung sind. Jeder Mensch hat auf seinen Körperzellen HLA-Antigene, die mittels moderner gentechnologischer Untersuchungsverfahren bestimmt werden können. Die Vielzahl möglicher HLA-Merkmale ist nahezu unendlich groß. Man hat kalkuliert, dass es etwa 50 Millionen unterschiedlicher Merkmalskombinationen gibt. Quelle: Universitätsklinikum Würzburg
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