Ein Kombibad für Süderelbe

Adrian freut sich schon auf die Freibad-Saison. (Foto: mag)

SPD in Harburg und Neu Wulmstorf will gemeinsam ein Frei- und Hallenbad in Neu Wulmstorf bauen

Andreas Göhring, Neugraben/ Neu Wulmstorf – 

Ein gemeinsames, modernes Kombibad für die Hamburger Region Süderelbe und für das benachbarte Neu Wulmstorf: Das klingt eigentlich ganz logisch, ist aber nach vielen negativen Erfahrungen mit länderübergreifenden Planungen eher Fantasterei.

Die Sozialdemokraten aus dem Bezirk Harburg und ihre Genossen aus Neu Wulmstorf wollen jetzt trotzdem versuchen, über Grenzen hinweg zu denken und prüfen lassen, ob sich die Idee umsetzen lässt.
„In Neugraben-Fischbek werden Wohnungen für bis zu 14.000 Neubürger gebaut“, sagt der Harburger SPD-Fraktionschef Jürgen Heimath. Wenn die Region attraktiv bleiben soll, müsse einiges getan werden, um die Infrastruktur anzupassen. Es sei jetzt schon abzusehen, dass der Bedarf im Bereich des Sport- und Freizeitschwimmens kaum gedeckt sei. Alle vier Frei- und Hallenbäder in dieser Region seien in die Jahre gekommen und auf Dauer zu klein. Außerdem ließen sie sich kaum noch wirtschaftlich betreiben – schon auf Grund der schlechten Energieeffizienz veralteter Anlagen.

Den Badegast interessiert die Erreichbarkeit
Tobias Handtke,
SPD Neu Wulmstorf

Tobias Handtke, SPD-Fraktionschef im Neu Wulmstorfer Gemeinderat, sieht ebenfalls Chancen für ein gemeinsames Vorgehen: „Für viele Menschen aus der Region Süderelbe ist das Freibad Neu Wulmstorf in den Sommermonaten das Freibad der Wahl.“
Frei- und Hallenbad machten aber pro Jahr ein Defizit von rund 650.000 Euro. Außerdem gebe es einen Investitionsbedarf von etwa sechs Millionen Euro. Handtke: „Da ist es doch naheliegend, dass man über die Grenzen denkt und überlegt, was man hier gemeinsam machen kann. Den Badegast interessiert nicht, auf welcher Landesseite er badet, die Erreichbarkeit ist entscheidend.“
Die Harburger SPD will die Idee jetzt mit einem Antrag unterstützen. Sie hat auch schon Überlegungen angestellt, wo das neue Komibad gebaut werden könnte. „Zum Beispiel nördlich der Bahnlinie oder auch auf dem Gelände des jetzigen Freibads Neu Wulmstorf“, sagt der Harburger SPD-Kreischef und Vorsitzende des Stadtplanungsausschusses, Frank Richter.
Und was soll aus dem kleinen Freibad an der Neuwiedenthaler Straße werden. Heimath? „Man könnte dort einen Wasserspielplatz wie in Planten und
Blomen einrichten.“
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