DRK-Hospiz kommt nach Sinstorf

In dem Gemeindehaus am Rand einer ruhigen Wohnsiedlung im Ortsteil Langenbek will das DRK ein Hospiz einrichten. (Foto: Marion Göhring)

Anwohner fürchten um Wertverlust ihrer Grundstücke

von MARION GÖHRING, SINSTORF
Die Suche ist beendet: Das Deutsche Rote Kreuz in Harburg will im Gemeindehaus der Kirche Sinstorf am Blättnerring ein Sterbehospiz für den Hamburger Süden einrichten. Nach einem geeigneten Platz war seit Jahren Ausschau gehalten worden. Unter anderem kam auch ein Grundstück neben der Asklepios Klinik in der Denickestraße in Frage.
„Noch müssen einige Details geklärt werden“, sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Harald Krüger. Unter anderem gebe es für eine Wohnung in dem Flachbau im Ortsteil Langenbek noch einen laufenden Mietvertrag. Auch die Finanzierung – zwischen zwei und drei Millionen Euro – sei weitgehend geklärt.
Was Krüger allerdings Sorgen bereitet: Im liege ein Anwaltsschreiben von Anwohnern vor, die einen Wertverlust für ihre Grundstücke fürchten, sollte in ihrer Nachbarschaft ein Hospiz eingerichtet werden. Krüger will das nicht öffentlich kommentieren, lädt aber zu einem Infoabend am heutigen Mittwoch, 22. Februar, um 19 Uhr in das Gemeindehaus ein.
In dem Hospiz erhalten Sterbende und ihre Angehörigen emotionalen Beistand in der Auseinandersetzung mit dem bevorstehenden Tod und bei Fragen nach dem Sinn von Leben, Tod und Sterben. Außerdem sollen Palliativmediziner die Sterbenden betreuen. Krüger: „Sie ermöglichen den Sterbenden ein Leben ohne Angst vor Schmerzen.“
Die Idee, ein Sterbehospiz für den Hamburger Süden einzurichten, ist nicht neu. Krüger: „Vor gut 15 Jahren habe ich mich schon als Vorsitzender des Harburger Sozialausschusses mit dem Thema befasst.“ 2001 habe es dann ein erstes Treffen mit Vertretern der Diakonie und Ärzten gegeben, vier Jahre später sei eine Stiftung gegründet worden. Vor zwei Jahren habe das DRK schließlich selbst die Initiative ergriffen und sich um die Finanzierung gekümmert.
Die Sinstorfer Kirchengemeinde hatte eins von ihren beiden Gemeindehäusern schon vor zwei Jahren zum Kauf angeboten, nachdem sich im Haushalt der Kirche ein Loch von 70.000 Euro aufgetan hatte. Das Gemeindehaus am Blättnerring ist in den 80er-Jahren gebaut worden. Die Politik hat schon ihre Zustimmung signalisiert. SPD-Fraktionschef Jürgen Heimath: „Wir unterstützen das Projekt in vollem Umfang.“
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7 Kommentare
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Daniela Schiller aus Harburg | 23.02.2012 | 13:14  
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Daniela Schiller aus Harburg | 23.02.2012 | 13:15  
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K. Meser aus Harburg | 23.02.2012 | 22:02  
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Jürgen Lohse aus Neugraben | 23.02.2012 | 23:19  
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Eckehard Blechner aus Neuland | 25.02.2012 | 11:58  
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Charlotte Henning aus Harburg | 27.02.2012 | 20:07  
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Henrik Friske aus Heimfeld | 03.03.2012 | 13:39  
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