Dreiste Diebe klauen Anhänger

Der gestohlene Hänger stand auf dem Gelände eines Reifenservices an der Cuxhavener Straße. (Foto: Holst)

Neugrabener Fischverkäufer Claudia und Nils Holst bangen um ihre wirtschaftliche Existenz und starten Suchaktion per Internet

von Marion Göhring, Neugraben
Das ist ein schwerer Schlag für die Neugrabener Markthändler Claudia und Nils Holst: Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren ist ihr Verkaufsanhänger gestohlen worden. „Der Hänger stand auf dem Gelände eines Reifenservices an der Cuxhavener Straße, morgens war er plötzlich nicht mehr da“, sagt Nils Holst fassungslos. „Das gefährdet unsere wirtschaftliche Existenz.“
Der Anhänger hat mit allem Zubehör rund 100.000 Euro ge-kostet, schätzt Holst. Er sei zwar versichert, aber das ganze Drumherum werde mit Sicherheit nicht ersetzt. Holst: „Ich fasse es nicht.“ Von dem Anhänger mit der auffälligen Beschriftung fehlt bisher jede Spur. Die Polizei konnte auch nicht helfen. Sie habe Holst nur gefragt, ob er irgendwelche Feinde habe, die ihm übel mitspielen wollen. „Das waren ganz gewöhnliche Kriminelle“, vermutet Holst. „Die wollen den Hänger irgendwie zu Geld machen.“ Wie bei dem ersten Diebstahl. Da habe ein Kollege vom Markt in der Nähe von Bremervörde einen Imbisswagen gesehen, der dem von Holst verblüffend ähnlich sah. Holst ist dann gleich hingefahren und hat seinen Wagen sofort wiedererkannt: „Die hatten sich keine große Mühe gemacht und nur die Beschriftung übermalt.“ Er konnte dann schnell nachweisen, dass es sich um seinen Verkaufsanhänger handelt.
Auch diesmal will Holst nicht so schnell aufgeben. Am Wochenende stand er wie gewohnt auf dem Neugrabener Markt. Seine Ware – Räucherfisch, Meeresspezialitäten und Mayonnaise-Salat –  bot er in einem Hänger an, den er sich bei einer Firma aus der Nähe von Rotenburg/Wümme geliehen hat.
Seine Frau Claudia hat inzwischen im Internet auf Facebook eine Suchaktion gestartet. Noch gibt es dort keinen Hinweis darauf, wo der blauweiße, rund 6,60 Meter lange Hänger geblieben sein könnte. Dafür gibt es schon eine Reihe von Kommentaren aus der ganzen Republik. So stellt Karin Merkel-Loner aus Hessen fest: „Die arme Familie! Kaum zu glauben: Überall muss man seine Parkkrallen einsetzen.“ Und die Neugrabenerin Sabrina Dunckel meint: „Oh nein, das tut mir schrecklich leid! Ich halte die Augen offen!“
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