Drei Flüchtlingsfamilien kommen nach Moorburg

Moorburger Elbdeich: Hier ziehen drei Flüchtlingsfamilien ein. (Foto: mag)

Sie ziehen ins Gebäude Moorburger Elbdeich 329 - Ex-Sicherungsverwahrte werden hier nicht mehr untergebracht

Andreas Göhring, Moorburg - Wieder gibt es eine neue Unterkunft für geflüchtete Menschen – aber diesmal macht sich bei den Nachbarn eher Erleichterung breit. Holger Stuhlmann, Sozialdezernent im Bezirksamt Harburg, hat bei einem allgemeinen Infoabend im Gemeindehaus der Kirche St. Maria-Magdalena über die aktuelle Flüchtlingssituation verkündet, dass drei Flüchtlingsfamilien im Haus Moorburger Elbdeich 329 untergebracht werden sollen.
Das Haus – geschätztes Baujahr um 1900 – war bisher für die Unterbringung von ehemals Sicherheitsverwahrten genutzt worden. Dazu hatte die Stadt den Dachboden des Hauses umgebaut und nachträglich zum Wohnraum erklärt. Als die ersten Haftentlassenen im Herbst 2012 einziehen sollten, hatte es in Moorburg massive Proteste gegeben. Obwohl die Ex-Sicherheitsverwahrten rund um die Uhr von Polizeibeamten überwacht werden sollten, machte sich Angst breit.
Besorgte Eltern meldeten sogar ihre Kinder aus dem Kinderland Moorburg ab. Dass es immer wieder Meldungen gab, dass sich einer der Männer der Überwachung entzogen hatte und die Polizei nicht sagen konnte, wo er sich gerade aufhielt, sorgte nicht gerade für Entspannung.
Anfang September hieß es dann, Jens B. habe sich juristisch erfolgreich gegen die Überwachung gewehrt und sei abgetaucht. Offenbar verabschiedete sich die Stadt dann auch von ihrem Plan, das Haus am Moorburger Elbdeich dauerhaft für die Unterbringung der Ex-Knackis unterzubringen.
Denn jetzt sollen dort Flüchtlinge einziehen. Im Haus gibt es drei Wohnungen mit jeweils rund 40 Quadratmetern, nach Angaben von Holger Stuhlmann könnten also rund 20 Personen dort einziehen.
Einige Medien berichteten auch von wesentlich höheren Zahlen, aber das dürften Spekulationen gewesen sein: Am Moorburger Elbdeich entsteht keine Großunterkunft für Flüchtlinge! An dem Infoabend, zu dem Holger Stuhlmann und Pastorin Daniela Stieglitz eingeladen hatten, wurden verschiedene lokale Projekte zur Flüchtlingshilfe wie Open Arms vom hit technopark, Lokale Partnerschaften Harburg, Flüchtlingsinitiative Moorburg und die Aktivitäten der Kirche Süderelbe vorgestellt.
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