Die weißen Geisterhäuser von Neuwiedenthal

Auch im gleißenden Sonnenlicht verbreitet der leere Häuserkomplex Neuwiedenthaler Straße 82/84 marode Tristesse.

Neuwiedenthaler Straße 82 und 84 stehen seit Wochen leer

Neuwiedenthal - Ein Bauzaun sperrt das Grundstück an der Neuwiedenthaler Straße/ Ecke Twistering ab. Der zweistöckige Gebäudekomplex Neuwiedenthaler Straße 82/84 steht leer. Fensterscheiben fehlen, der Wind pfeift durch. Die Mieter mussten raus. Warum steht das Haus leer, wenn Hamburg doch so dringend Wohnraum braucht?

Wem gehört der Gebäudekomplex?
Der Wohnungsbaugenossenschaft Süderelbe eG.

Wie viele Wohnungen gab es dort? 36

Wo sind die Mieter hin?
Sie mussten raus, zogen meist für die gleiche Miete in andere Wohnungen der Baugenossenschaft. Sie unterstützte die Mieter beim Umzug finanziell.

Warum steht der Komplex leer?
Im Juni soll das alte Gebäude abgerissen werden. Die Süderelbe baut dort für zehn Millionen Euro 56 neue Wohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern. „Aus technischer und wirtschaftlicher Sicht hätte eine Modernisierung des bestehenden Gebäudes keinen Sinn gemacht“, sagt Gerd Höft. Er ist der Vorsitzende des Baugenossenschaft-Vorstandes.

Was genau soll gebaut werden?
An der Neuwiedenthaler Straße wird ein Gebäude mit 33 barrierefreien Zwei-Zimmer-Wohnungen für ältere Menschen gebaut. Die Wohnungen werden zwischen 44 und 60 Quadratmetern groß sein. Im Haus wird es auch einen Gemeinschaftsraum geben.
Im Gebäude am Twistering werden 23 Wohnungen geschaffen. Sie werden zwei bis drei Zimmer haben und über 45 bis 80 Quadratmeter Wohnfläche verfügen.

Wie teuer werden die Wohnungen?
Der Bau der seniorengerechten Wohnungen wurden mit öffentlichen Geldern gefördert. Die Nettokaltmiete wird deshalb anfänglich bei sechs Euro pro Quadratmeter liegen.
Im anderen Gebäude werden die Wohnungen zu marktüblichen Preisen angeboten.

Wann ist der Bau fertig?
Voraussichtlich im Jahr 2016.

Kommen die Mieter zurück?
Wer will, ja. „Die bisherigen Mieter des Altgebäudes werden selbstverständlich bei der Vergabe der neuen Wohnungen einen Vorzug haben“, so Höft.
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