Die neuen Pläne zeigen kaum Neues

Der Neugrabener Marktplatz fällt zu Kaufland hin ab. Deshalb sollen Stufen, die parallel zur Straße Neugrabener Markt verlaufen, das Gefälle ausgleichen. (Foto: Visualisierung: schöne aussichten)

Umgestaltung des Neugrabener Marktes: Stufen am südlichen Ende des Platzes werden kritisiert

Neugraben - Man war gespannt: Die neuen Pläne zur Umgestaltung des Neugrabener Marktes wurden jetzt vorgestellt. Wer sich einen komplett neuen Entwurf erhofft hatte, wurde gewaltig enttäuscht.

Warum gab es keinen neuen Entwurf?
Bereits im Februar wurde der so genannte Vorentwurf präsentiert. Darin wurde grob skizziert, wie der Marktplatz zukünftig aussehen soll. Er ist die Grundlage für alle weiteren Planungen. Neue Entwürfe wird es nicht geben, es können nur Details verändert werden.

Wie sah der Vorentwurf aus?
Die Marktfläche soll auch an marktfreien Tagen attraktiv sein. Bäume sollen gepflanzt und Bänke aufgestellt werden, die den Platz „gemütlicher“

machen. Man soll sich dort gern aufhalten, Leute treffen und klönen. Hier werden auch kleinere Spielgeräte stehen sowie ein Basketballkorb.
Neu: Zwischen der Passage und dem Marktplatz sind nicht mehr so viele Bäume wie im ers-ten Entwurf vorgesehen. So wird der Platz zur Passage hin nicht „abgeriegelt“, sondern lädt auch an marktfreien Tagen zur Nutzung ein.
Doch es gibt ein Problem: Die Marktfläche fällt zu Kaufland hin ab. Deshalb soll sie aufgeschüttet werden. So wäre die Fläche plan. Vom südlichen Ende her – also gegenüber des Hallenbades - soll eine 25 lange Treppe mit drei Stufen hinaufführen. Jede Stufe in etwa 25 bis 30 Zentimeter hoch. Hier können auch Inline-Skater Parcours fahren.

Ist doch ok, oder?
Nein, die Treppe stieß schon im Februar auf Kritik. „Die Marktfläche muss berrierefrei zu erreichen sein“, gab Jürgen Heimath von der SPD zu bedenken. Auch CDU-Mann Fischer befürchtete, dass Stufen keine Verbesserung sind: „Die Fläche könnte nicht mehr für den Jahrmarkt genutzt werden. Wie sollen die Schausteller ihre großen Wagen dort hinaufbekommen?“ 
Daniel Boedecker von der Stadtentwicklungsgesellschaft (Steg) Neugraben hält dagegen: „Die Marktbeschicker selbst haben in der Mehrheit gleichfalls keine Bedenken dem Entwurf gegenüber, auch, wenn manche die Bäume oder die Treppe nicht gern sehen.“
Menschen, die mit einem Rollator oder Kinderwagen unterwegs sind, könnten Probleme haben. Aber: „Überall sonst ist der Platz barrierefrei zu erreichen“, so Daniel Boedecker.

Was gefällt weiterhin nicht?
Die Fläche der Parkplätze westlich des Marktes wird nicht in die Planungen einbezogen. Auf einem Teil der Fläche plant die Stadt, möglicherweise einen Neubau zu errichten. Dann fielen die Parkplätze komplett weg. „Plusminus wird der Parkplatzbestand erhalten bleiben“, versicherte Nikolai Soyka, Geschäftsführender Gesellschafter von Schöne Aussichten Landschaftsarchitektur, bereits im Februar. Das kann Boedecker nur bekräftigen: „Die Straße Neugrabener Markt bekommt – wie auch der Platz – einen neuen Belag. Es entstehen etwa 13 neue Stellplätze.“

Wie teuer wird das?
Der Umbau der insgesamt 7.500 Quadratmeter großen Fläche kostet 1,6 Millionen Euro. Das Geld kommt vom Bezirksamt Harburg und aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE).
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