Deutsch lernen mit dem Wochenblatt

Roia Nouroudin hat ein ganz besonderes Verhältnis zum Wochenblatt: „Ich lese es nicht nur, ich trage es auch gemeinsam mit meinem Sohn Darusz rund um meine Wohnung aus. Ich wohne am Reeseberg.“

Elf Frauen aus einem Neuwiedenthaler Deutschkurs schauten sich in der Redaktion des Wochenblattes um

Harburg - Dieser Donnerstagmorgen war anders als sonst: Neun Teilnehmerinnen des Deutschkurses im Stubbenhaus machten sich auf den Weg nach Harburg. Gemeinsam mit den beiden Kursleiterinnen Oksana Korniyenko und Ilse Beshir-Klar besuchten sie „ihr“ Süderelbe Wochenblatt im Pressehaus.
Im Kurs sind viele Heimatsprachen vertreten, beispielsweise Thailändisch, Farsi, Ukrainisch, Bulgarisch oder Russisch. Nur Deutsch fällt den Frauen noch ein wenig schwer. „Die Frauen haben schon grundlegende Deutschkenntnisse“, erklärt Ilse Beshir-Klar. „Im Januar oder Februar nächs-ten Jahres legen sie eine Sprachprüfung ab.“
Doch bis dorthin heißt es noch fleißig üben. Roia Nouroudin liest dazu das Wochenblatt – im Kurs und in der Freizeit. „Ich verstehe die Artikel sehr gut“, spart sie nicht mit Lob. „Und ich schaue auch auf die interessanten Anzeigen. Die Autowäsche war beim letzten mal billiger mit dem Coupon“, freut sie sich. „Wir haben statt 20 Euro nur acht Euro bezahlt.“

Redaktionsschluss ist immer freitags um 9 Uhr

Doch manchmal verwirren Textangaben. „Hausbruch?  Wo ist denn Hausbruch? Ich wohne in Neuwiedenthal. Hausbruch kenne ich nicht“, sagt eine der Teilnehmerinnen irritiert. Kursleiterin Beshir-Klar erklärt: „Niemand verbindet Hausbruch mit seinem Wohnort. Aber der Stadtteil heißt offiziell so. Neuwiedenthal ist der Name einer S-Bahnstation und danach wird umgangssprachlich auch das Gebiet drumherum genannt.“ Ok, alles klar.
Bis wann muss eine Terminankündigung überhaupt in der Redaktion sein, um bearbeitet zu werden? Redakteurin Karin Istel erklärt: „Redaktionsschluss für die Mails oder Post ist immer freitags um 9 Uhr für die aktuelle Ausgabe.“
Nach dem Gespräch geht es durch die Redaktionsräume. Die Frauen waren überrascht, dass hier neben „ihrem“ Süderelbe Wochenblatt noch sieben weitere Ausgaben sowie das Magazin „Harburg live“ entstehen. „Jetzt werde ich mir die Artikel und die Anzeigen noch genauer ansehen“, so eine Teilnehmerin beim Abschied.
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