„Der Weg ist gefährlich!“

Jetzt bloß keinen falschen Schritt machen! Regenfälle haben den Weg unterspült. Wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, darf sich keine Unachtsamkeit leisten, sonst landet er im Graben. Foto: stüben

Fischbeker Heide: Wege sind vom Regenwasser unterspült – Stolpergefahr ist hoch

Von Rachel Wahba.
Für Spaziergänger, Wanderer und Mountenbiker ist die Fischbeker Heide ein beliebtes Ausflugsziel. Große Teile der Fischbeker Heide sind Naturschutzgebiet (NSG). Für manche Besucher der Heide hat die Natur aber auch ihre Grenzen – dann, wenn aus ihrer Sicht die Nutzung der Wanderwege gefährlich wird und diese sich in Stoplerfallen verwandeln.
Der Fischbeker Hans-Hermann Stüben geht oft mit seiner Frau in die Heide zum Walken. „Der Weg zwischen dem Fischbektal bergauf zum Segelflugplatz ist stellenweise sehr gefährlich, für Wanderer, aber auch für Fahrradfahrer. Das Wasser hat den Weg an vielen Stellen bis zu einem halben Meter unterspült. Wer unvorsichtig auf der Kante geht oder fährt, droht abzurutschen“, bemängelt der Rentner. Und macht für die unsicheren Wege die Behörden verantwortlich. „Sie habe auch in einem Naturschutzgebiet eine gewisse Verkehrssicherheitspflicht.“ Auf Deutsch: Das Bezirksamt soll sich darum kümmern, dass die Wege in Ordnung und gut begehrbar sind.

Die Wege werden nicht
in Schuss gebracht


In der Harburger Bezirksverwaltung sieht man das anders. „Im NSG Fischbeker Heide ist Erosion eine natürliche Erscheinung, die aus ökologischer Sicht durchaus zu begrüßen ist. Leider werden dabei auch die Wege in Mitleidenschaft gezogen, sodass Wanderer und Radfahrer stets aufmerksam unterwegs sein sollten“, sagt Bezirksamtssprecherin Bettina Maak. „Da die Wege ihren natürlichen Charakter behalten sollen, ist ein genereller Ausbau nicht erwünscht. Dies betrifft insbesondere auch den Bereich des Fischbektals.“ Die Wege werden also nicht hergerichtet.
Aus Stübens Sicht, mache es sich die Behörde „in diesem Fall etwas zu einfach“. Denn es gebe noch einen weiteren Gefahrenpunkt: Bei einer seiner Touren ist ihm ganz in der Nähe des Fischbektals der große Findling am Wegesrand aufgefallen.
„Auch hier hat der Regen für Unterspülungen gesorgt. Doch auf ihm klettern viele Kinder herum. Die Standsicherheit müsste mindestens mal untersucht werden“, mahnt Hans- Hermann Stüben.
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1 Kommentar
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Stefan Ecks aus Neugraben | 07.10.2015 | 16:15  
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