Der Sheriff von Cranz

In seiner Wache hat Heiko Tietze viele Fotos von früheren Einsätzen aufgehängt, darunter auch Bilder von seiner Zeit im Kosovo und in Bosnien. (Foto: Annekatrin Buruck)

Persönlich: Heiko Tietze sorgt in dem kleinen Elbdorf für Recht und Ordnung

von Annekatrin Buruck, Cranz
Nach 25 Jahren Dienst in verschiedenen Wachen in Hamburg und zwei Auslandseinsätzen in Bosnien und im Kosovo wollte Heiko Tietze noch einmal etwas ganz anderes machen: Er bewarb sich bei der Polizeiwache in Cranz. Neun Jahre ist das jetzt her, „und ich habe es nie bereut“, erklärt der 52-jährige Polizeihauptkommissar.
Die Frage von einem Kollegen, ob er nun strafversetzt sei, regt ihn sichtlich auf. „Ich mache hier alles und bin mein eigener Herr“, beschreibt Tietze die Vorteile seiner Ein-Mann-Wache.
Sein Alltag ist bunt: Zu schnelles Fahren, Drogen, Einbrüche, aber auch die Begleitung des Schützenumzugs oder die Kontrolle von Kindersitzen im Auto gehören dazu.
Aber auch die viel diskutierte mangelnde Achtung vor Polizis-ten ist inzwischen in Cranz zu spüren. „Der Respekt hat deutlich nachgelassen“, ist Heiko Tietzes Erfahrung.
Zu den meisten Bürgern hat er aber ein gutes Verhältnis. Weil er direkt über der Wache wohnt, ist er – trotz geregelter Dienstzeit – eigentlich immer im Einsatz. So wird er auch schon mal beim Rasenmähen angesprochen.
In seiner Freizeit spielt der Vater von vier Söhnen Tischtennis, geht Joggen und Schwimmen oder fährt mit seinem eigenen Kutter auf die Elbe.
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