Der Mann, der nicht vergisst

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Dr. Dorothee Stapelfeldt zeichnet Karl-Heinz „Heiner“ Schultz mit der Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes in Silber aus. (Foto: pr)

Karl-Heinz „Heiner“ Schultz wurde ausgezeichnet mit der Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes in Silber

Fischbek - Er aß bereits mit Bundespräsident Joachim Gauck im Schloss Bellevue zu Mittag, hält das Gedenken an die Terroropfer des Nationalsozialismus wach und spielt auch schon mal für Kinder Kaspertheater: Karl-Heinz „Heiner“ Schultz. Jetzt wurde er im Hamburger Rathaus mit der Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes in Silber ausgezeichnet.
„Karl-Heinz Schultz hat sich über viele Jahre als Vorsitzender des Freundeskreises der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und in zahlreichen anderen Ämtern und ehrenamtlichen Funktionen in herausragender Weise um die Freie und Hansestadt Hamburg, insbesondere in kulturellen, zeitgeschichtlichen und sozialen Belangen verdient gemacht“, würdigte Dr. Dorothee Stapelfeldt den Jubilar.
Karl-Heinz Schultz hatte vor 30 Jahren begonnen, die bis dahin nahezu unbekannte Geschichte des Frauenaußenlagers Neugraben des Konzentrationslagers Neuengamme und weiterer Außenlager im Hafengebiet aufzuarbeiten. Im Jahr 1988 war er einer der Gründer des Freundeskreises KZ-Gedenkstätte Neuengamme und von 1999 an zwölf Jahre lang dessen Erster Vorsitzender. Er brachte 1998 gemeinsam mit anderen und in enger Kooperation mit dem Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis sowie dem örtlichen Bezirksamt die „Initiative Gedenken in Harburg“ auf den Weg.
Eines seiner großen Anliegen ist seit den 1990er Jahren der Einsatz für ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Sie wurden lange Zeit nicht als Opfer des nationalsozialistischen Regimes anerkannt. Nachdem Bürgerschaft und Senat ein Besuchsprogramm für die überlebenden Zwangsarbeiter und ihre Nachkommen beschlossen hatten, gestaltete der Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme auch aufgrund des Engagements von Karl-Heinz Schultz das Besuchsprogramm im Auftrag des Senats.
Neben seinem geschichlichen Engagement ist „Heiner“  Schultz auch in der Senioren-, Kinder- und Jugendarbeit engagiert. Beliebt sind bei den Jüngsten seine Auftritte mit dem Puppentheater.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.