Der Club der 80-Jährigen feiert

Ihr 60-jährigen Klassentreffen feierten die Damen und Herren – wie seit zehn Jahren – gemeinsam. Diese Tradition wollen sie jetzt, fünf Jahre später, fortsetzen. Unterrichtet wurden sie in der Aueschule getrennt. (Foto: pr)

Vor 65 Jahren machten sie in den Klassen 9 a und b ihren Schulabschluss in der Aueschule

Finkenwerder – Im Jahr 1942, also mitten im Zweiten Weltkrieg, wurden sie eingeschult: Die Jungs in die 9a, die Mädchen in die 9b der Aueschule. Neun Jahre später, im Jahr 1951, begann dann für sie „der Ernst des Lebens“: Mit ihrem Schulabschluss in der Tasche ging es hinaus in Lehre und Beruf. Jetzt, 65 Jahre später, treffen sich die ehemaligen Klassenkameraden zum Jubiläum.
„Eigentlich ist es ein doppeltes Jubiläum: Alle, die kommen sind 80 Jahre alt oder werden es in diesem Jahr noch“, erklärt der Organisator des Treffens, Gerhard Rosochatius. „Früher wurden Mädchen und Jungs getrennt von- einander unterrichtet“, erinnert er sich. „Deshalb haben wir auch erst unsere Klassentreffen getrennt gefeiert. Doch seit 15 Jahren feiern wir gemeinsam. Das macht einfach mehr Spaß!“
Am weitesten weg wohnt Günter Rollfink, nämlich in Australien. „Nach der Schule ist er mit seinen Eltern dorthin ausgewandert. Er kam schon zweimal zu Klassentreffen, aber dieses Jahr schafft er es leider nicht. So ein langer Flug ist eben anstrengend“, sagt Rosochatius.
Beim Klassentreffen werden sich die 35 Ehemaligen bestimmt den ein oder anderen Streich erzählen, den sie ihren Lehrern damals gespielt haben. An einen erinnert sich Gerhard Rosochatius noch ganz genau: „Im Schuljahr 1947/48 wurden wir in eine Holzbaracke bei der Westerschule ausgegliedert. In dem Haus waren zwei Klassensäle. Dazwischen gab es einen Gang, in dem ein Kanonenofen stand. Der heizte das gesamte Haus. Natürlich lagen immer Briketts davor.
Einmal nahmen wir zu Unterrichtsschluss die Bücher aus der Tasche des Lehrers, versteckten sie in einem Karton unter dem Pult und füllten stattdessen Briketts in die Tasche“, sagt Rosochatius mit einem Schmunzeln. „Ein Schüler brachte die Tasche zum Rad, wie es damals üblich war, und der Lehrer fuhr nach Hause. dass er Briketts fuhr, merkte er erst beim Auspacken zuhause. Am nächsten Tag kam er dann eben mit dem Brennmaterial wieder.“
Für das Treffen schaffte es Rosochatius, 15 der ehemals 24 Schülerinnen und 20 der ehemals 48 Schüler zusammenzutrommeln. „Wenn es noch einige Verschollene gibt, die ihre Mitschüler gern wiedersehen möchten, sind sie herzlich zu unserem Treffen eingeladen!“

Klassentreffen
Mittwoch, 20. April
Gasthaus „Zur Post“, Estedeich 88
Beginn: 14.30 Uhr
Kontakt: Gerhard Rosochatius
Tel. 389 44 12
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