Der Bezirk Harburg in den Grenzen von 1750

Florian Henck, Tracey Runciman, Sven Poslednik und Jürgen Baumann (v.l.) stellten die Grenzsteine auf. Die historischen Steine sollen für zukünftige Generationen erhalten bleiben. (Foto: pr)

15 historische Grenzsteine zwischen dem Bezirk und dem Landkreis Harburg wurden aufgestellt

Rachel Wahba, Hausbruch – Kürzlich wurden 15 historische Grenzsteine zwischen dem Bezirk und dem Landkreis Harburg aus den Jahren 1750 und 1751 neu aufgestellt. Die Arbeitsgemeinschaft Praktische Archäologie des Archäologischen
Museums Hamburg und die Revierförsterei Hausbruch wollen die alten Steine nicht in Vergessenheit geraten lassen.

Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement will die Arbeitsgemeinschaft diese Steine für nachfolgende Generationen erhalten.
Ab dem 15. Jahrhundert wurden in dem weitläufigen Mischwald des Regionalparks Rosengarten mehrere Forstgrenzen mit Steinen markiert. Auf Anordnung des Kurfürsten von Hannover waren die ersten 152 Forst-Grenzsteine entlang der Ostgrenze und der Westgrenze aufgestellt worden. Im 18. Jahrhunderten wurde die Südgrenze des Staatsforstes mit weiteren Findlingen markiert.

Ein Rundwanderweg soll angelegt werden

Im Laufe der Jahrhunderte verschwanden viele dieser his-torischen Grenzsteine. Von einst insgesamt 271 aufgestellten Steinen sind heute lediglich noch 171 zu sehen. Viele Steine wurden als Fundament für den Bau von bäuerlichen Fachwerkhäusern genutzt. Einige versanken im weichen Waldboden oder fielen der Technisierung in der Forstwirtschaft zum Opfer. Sie gerieten unter die Räder der gewaltigen Forstmaschinen.
Mit Förster Guido Hollmichel aus Hausbruch und seinem Kollegen Bernd Westphalen aus Rosengarten konnte die Arbeitsgemeinschaft Praktische Archäologie, die ehrenamtlich unter dem Dach des Harburger Museums arbeitet, bereits in den vergangenen zwei Jahren acht Steine an der Südgrenze des Bezirkes Harburg wieder aufstellen.
Mit den jetzt wieder freigelegten und aufgerichteten 15 Grenzsteinen wurde eine wichtige Arbeit fortgeführt. Denn nun können die Kulturdenkmale von den Museumsmitarbeitern vermessen und wissenschaftlich katalogisiert werden. In Kooperation mit den Wanderfreunden Hamburg soll entlang der Forstgrenzen ein Rundwanderweg eingerichtet werden.
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