Denkfabrik für die Luftfahrt

Im Herbst nächsten Jahres soll das Tech Center fertig sein. Dann werden hier 600 Leute arbeiten. (Foto: ZAL)

Der Rohbau des TechCenters ist fertig – hier werden zukünftig 600 Leute forschen

Finkenwerder - Ein riesiges, dreiflügeliges Gebäude entsteht im Hein-Saß-Weg 22. Jetzt ist der Rohbau fertig, das Richtfest konnte gefeiert werden. Aber wer baut dort, und wer wird dort einziehen? Das Elbe Wochenblatt informiert.

Wer ist Bauherr?
Das Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL). Es wurde im Jahr 2009 von neun Partnern gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft im Bereich Luftfahrt zu verbessern. Dem ZAL gehören unter anderem die Stadt Hamburg, vier Hamburger Hochschulen sowie Airbus an. Mit dem Tech Center soll Hamburg als das größte Zentrum der zivilen Luftfahrt in Deutschland gestärkt werden.

Was wird auf Finkenwerder gebaut?
Ein Technologiezentrum, auf Englisch und abgekürzt: Tech Center. Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen sollen gemeinsam mit Wirtschaftsvertretern zum Beispiel Kabinenkonzepte und -technologien sowie Luft- und Klimasysteme erforschen und entwickeln. Dazu wird es im Tech Center große Teststände geben, beispielsweise Modelle von Kabinen. Außerdem werden ZAL-Mitarbeiter Beratungen anbieten.

Wie groß ist das Gebäude?
Das 25.000 Quadratmeter große Gebäude soll Ende 2015 fertig gestellt sein. Hier werden zukünftig 600 Ingenieure und Wissenschaftler forschen.

Wie teuer wird das Forschungszentrum?
Insgesamt 82,4 Millionen Euro muss die Stadt aus Steuergeldern berappen. Eigentlich sollte sie gar nichts zahlen: Ein privater Investor wollte das Gebäude errichten und dann an das ZAL vermieten. Doch es kam zum Zerwürfnis. Die Stadt kaufte dem Investor die für das Gebäude zuständige Baufirma ab, wurde kurzerhand selbst Bauherr.

Wie soll das Geld wieder reinkommen?
Durch Mieteinnahmen. „Dass wir schon 80 Prozent der Flächen vermietet haben, und unser Hauptmieter Airbus sich bereits jetzt auf zehn Jahre fest gebunden hat, zeigt eindrucksvoll, wie fest auch unsere Partner an dieses Konzept glauben“ freut sich ZAL-Geschäftsführer Roland Gerhards.
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