Das SEZ vergammelt

In der Decke des Nodteiles prankt ein rieisges Loch in der Decke. Daraus tropft Wasser auf den Fliesenboden im ersten Stock.

Im Süderelbe Einkaufszentrum (SEZ) tropft Wasser von der Decke, die Rolltreppe funktioniert nicht und Geschäfte stehen leer

Karin istel, Neugraben - Wer am S-Bahnhof Neugraben aussteigt, „fällt“ praktisch ins gegenüberliegende SEZ. Das Einkaufszentrum liegt extrem günstig, doch es läuft trotzdem schlecht. Der Nordteil verbreitet Tristesse. Wann geht es endlich mit den versprochenen Sanierungsarbeiten los?

Wie sieht es im SEZ aus?
Desaströs. Im Nordteil stehen nicht nur Läden leer, auch die Rolltreppe in den ersten Stock ist kaputt. Das Dach hat ein riesengroßes Loch, Wasser tröpfelt durch die Decke auf den Fußboden im ersten Stock. Eine Scheibe der Glasbalustrade samt Gitter wird nur von Spanngurten gehalten. Der Übergang zum Südteil strahlt den Charme einer Bahnhofshalle aus, trotz der wunderbaren Panoramafenster.
Im Südteil ist wenigstens ein bisschen Leben: Leute sitzen im Eiscafé, gehen in die Galerie oder kaufen im Supermarkt ein.

Sollte das SEZ nicht schon in Schuss gebracht werden?
Sollte man meinen, denn bis zum Jahr 2017 soll das Einkaufs-zentrum im neuen Glanz erstrahlen. Dazu hat das Bezirksamt mit dem Eigentümer, der seinen Sitz in Dänemark hat, einen öffentlich-rechtlichen Vertrag abgeschlossen.

Was soll gemacht werden?
Der Eingangsbereich soll verschönert sowie die Beschilderung und das Logo modernisiert werden. Die Fassadenflächen inklusive der Fenster und Dachverglasung werden unter energetischen Gesichtspunkten erneuert. LED-Leuchten werden die Eingänge und die Flächen im Einkaufszentrum heller und freundlicher machen. Der Nordzugang erhält eine Automatiktür und zwei neue Rolltreppen, um den barrierefreien Zugang zu verbessern.
Die Wege zwischen dem Nord- und Südteil des Gebäudes sollen besser beleuchtet und sicherer werden. Ebenfalls sollen die Wege so umgebaut werden, dass auch Rollstuhlfahrer sie besser nutzen können. Möbel aus Stahl und Hartholz sollen den verglasten Brückenübergang attraktiver machen.

Wann geht´s denn nun los?
„Es wird bald was passieren“, versichert Beatrice Göhring. Die Sprecherin des Bezirksamtes Harburg fährt fort: „Das werden erst einmal kleinere Maßnahmen sein. So ging der Auftrag für die Rolltreppe schon raus.“

Wie teuer wird das alles?
Die Modernisierung kostet gut 1,25 Millionen Euro. Die Behörde für Sadtentwicklung und Umwelt (BSU) wird 625.000 Euro dazugeben. Das Geld stammt aus dem „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE). Es wird in vier Teilsummen ausgezahlt werden.
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