Das Jahr der Nobelpreisträgerinnen

Lesecafé-Initiatorin Birgit Schmolke (l.) und Dörte Ellerbrock vom Kulturhaus Süderelbe freuen sich auf die neue Zusammenarbeit.

Kulturhaus Süderelbe ist neuer Träger des Literaturcafés im Striepensaal – nächste Lesung am Sonntag, 1. April

Geschichten vorlesen war schon immer Birgit Schmolkes Leidenschaft. Früher liebte sie es, ihrer Tochter vorzulesen. „Aber sie ist mit 18 Jahren schon zu alt dafür“, sagt Schmolke lachend. Also suchte sich die Hausbrucherin vor einem Jahr ein neues Publikum und gründete kurzerhand Neuwieden-thals erstes Lesecafé.
Seitdem lädt sie jeden ersten Sonntag im Monat zum gemeinsamen Kaffeetrinken, Kuchenessen und Geschichten lauschen in den Striepensaal, Striepenweg 40, ein. Rund 30 Personen, viele davon 50 Jahre alt oder älter, besuchen die kostenlose Lesung regelmäßig. „Es hat sich eine kleine Kerngruppe gebildet“, erzählt Schmolke glücklich. „Aber wir freuen uns immer über neue Besucher.“
Als die 59-Jährige mit ihrem Lesecafé loslegte, half ihr ProQuartier dabei, für das neue Angebot zu werben. Anfang diesen Monats hat das Kulturhaus Süderelbe die Trägerschaft für das Lesecafé übernommen. Dörte Ellerbrock, künstlerische Leiterin des Kulturhauses, ist begeistert von Schmolkes Engagement. „Sie macht das alles vollständig in Eigenregie“, sagt Ellerbrock anerkennend. Die beiden Frauen lernten sich schon vor 15 Jahren kennen, als Schmolke einen Malkurs im Kulturhaus besuchte, und freuen sich auf die Zusammenarbeit.
Viel ändern soll sich durch den neuen Träger jedoch nicht. „Das Format bleibt so erhalten“, versichert Ellerbrock. „In der ferneren Zukunft würde ich das Lesecafé aber gerne ein Mal im Vierteljahr zusätzlich im BGZ anbieten.“ Im Bildungs- und Gemeinschaftszentrum Süderelbe am Neugrabener Bahnhof hat das Kulturhaus seit Januar sein neues Zuhause.
Die nächste Lesung im Striepensaal ist für Sonntag, 1. April geplant. Dann liest Schmolke von 16 bis 18 Uhr die Erzählung „Das goldene Gefäß“ aus Pearl S. Bucks Buch „Die Liebenden“. Die amerikanische Autorin ist bereits die vierte Literaturnobelpreisträgerin, aus deren Werk Schmolke in diesem Jahr vorliest. Sie will bis Dezember alle zwölf bisher mit diesem Preis ausgezeichneten Autorinnen im Lesecafé vorstellen und sagt zufrieden: „Das Jahr steht!“ Einen Wunsch hat Schmolke aber noch: „Es wäre toll, wenn auch junge Leute kommen würden.“
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