Coole T-Shirts und neue Perspektiven

Die stolzen Künstler mit ihren Werken: Özcan, Agit, Latif und Raphael (v.l.). Praktikant Sebastian Woyzek (r.) unterstützte Künstlerin Claudia Kulenkampff beim Siebdruck-Workshop im Jugendcafé. Foto: pr

Zehn Neuwiedenthaler Jugendliche erlernen Kunsthandwerk bei Siebdruck-Workshop im Jugendcafé

Von Anna Sosnowski.
Liebesbotschaften und Logos von Fußballclubs waren beim Siebdruck-Workshop im Jugendcafé Neuwiedenthal der Renner. Zehn Jungs zwischen 16 und 18 Jahren bedruckten dort vor Kurzem ihre eigenen T-Shirts. „Hinterher ein fertiges Produkt in den Händen zu halten, fanden sie cool“, erzählt Claudia Kulenkampff. Sie hat den sechstägigen Workshop geleitet, der im Rahmen der „Street University“ vom Verein In Via angeboten wurde. Der Workshop war Teil des Modellprojekt „BE.IN! – Berufsorientierung und Integration für Harburger Jugendliche“, das vom Europäischen Sozialfonds und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert wurde.
Schon bei der Wahl ihrer Motive konnten sich die Teilnehmer kreativ austoben. „Teilweise haben sie die Motive selbst am Computer gestaltet und so erste Erfahrungen mit Grafik und Textildesign gemacht“, erklärt Kulenkampff. Später kamen noch die beim Drucken benötigten handwerklichen Fertigkeiten dazu. Doch bevor die Jungs zu den Farben griffen, zeigte die Künstlerin und Kunsttherapeutin ihnen in ihrer Moorburger Werkstatt, wie die Motive in einer Dunkelkammer belichtet und auf Siebe übertragen werden.
Der Workshop hatte jedoch nicht nur zum Ziel, den Teilnehmern ein Kunsthandwerk beizubringen und ihnen die Scheu vor kreativen Tätigkeiten zu nehmen. Bei einer begleitenden Berufsberatung bekamen sie von einem geschulten In Via-Mitarbeiter Tipps zu den Themen Berufsfindung und Bewerbung. Zudem erhielt jeder Teilnehmer zum Schluss ein Zertifikat, das er bei einer Bewerbung benutzen kann.
Und ganz nebenbei hätten die Jungs noch ganz andere Kompetenzen trainiert, die sie im Berufsleben brauchen werden, erzählt Kulenkampff. Dazu zählen pünktliches und regelmäßiges Erscheinen, selbstständiges und zielorientiertes Arbeiten und für eine Sache Interesse zu entwickeln. Und das mit Erfolg: „Am Ende hatten alle ein T-Shirt entworfen, manche sogar zwei“, freut sich die Kunsttherapeutin.
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