Bürger haben Angst: Säuft Cranz ab?

Die Gegner der Buxtehuder Deichpläne in Neuenfelde befürchten, dass das Hochwasser der Este bei Starkregen bis zur Höhe der Banderolen-Oberkante steigen könnte. (Foto: IG-Este)

Buxtehude plant Mini-Deiche zum Hochwasserschutz – die Gefahr: Wasserstau in der Este und Überflutungen

Rachel Wahba, Cranz/ Neuenfelde – Die in Buxtehude geplanten Mini-Deiche zum Hochwasserschutz bringen viele Cranzer und Neuenfelder auf die Barrikaden. „Es kann nicht sein, dass die Stadt Buxtehude hier einseitig Hochwasserschutz betreibt, ohne Rücksicht auf andere Anrainer der Este, deren Angst vor steigenden Wasserpegeln durch die neuen Deiche wächst. Es ist verständlich, dass Buxtehude für den Deichbau mehrere Millionen Fördergelder für
Küstenschutz beim Bund abrufen will, aber nicht auf Kosten anderer“, sagt die Grünen-Abgeordnete Gudrun Schittek, Mitglied der Bezirksversammlung Harburg. In Cranz und Neuenfelde befürchten die Gegner der Buxtehuder Deiche, dass bei Hochwasser das Wasser der Este zurückstaut und dies auf Harburger Gebiet zu Überschwemmungen führen wird.

Einwände können bis 30. Juli eingereicht werden

Derzeit sammelt die Interessengemeinschaft (IG)-Este
Einwendungen der Bürger aus Cranz und Neuenfelde gegen das Planfeststellungsverfahren für die Buxtehuder Mini-Deiche. Aus Sicht der IG-Este bleibt beim Küstenschutz im Landkreis Stade die länderübergreifende Zusammenarbeit mit den Harburgern auf der Strecke. Insbesondere der Estebogen in Cranz wäre stark gefährdet, würden die Mini-Deiche in Buxtehude an dem Heideflüsschen Este gebaut werden, befürchtet Schittek. „Wir erwarten bei diesem ganzen Verfahren, dass die Stadt Hamburg uns bei unseren Bemühungen, dieses Projekt zu verhindern, unterstützt“, so die Cranzer Grünen-Politikerin.
Bis zum 30. Juli haben die Anrainer noch Zeit, ihre Einwendungen in schriftlicher Form einzubringen.
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