Brücke am Este-Sperrwerk bleibt dicht

Das Este-Sperrwerk in Neuenfelde ist mindestens bis zum 18. Dezember gesperrt. (Foto: Marion Göhring)

Neuenfelde: Autofahrer müssen große Umwege fahren – Schleichverkehr belastet umliegende Ortsteile

von Marion Göhring, Neuenfelde
Knapp 20.000 Autofahrer müssen seit einigen Tagen große Umwege in Kauf nehmen – und ein Ende ist zurzeit nicht in Sicht: Die Brücke über das Este-Sperrwerk bei der Sietas-Werft in Neuenfelde ist gesperrt. Beim Schließen des Schleusentors hatte sich dieses verkantet und die Fahrbahn angehoben. Bevor der Fehler bemerkt worden war, hatten
eine Handvoll von Autofahrern ihre Pkw so stark an den Radaufhängungen und Felgen beschädigt, dass sie ihre Fahrt nicht mehr fortsetzen konnten.
Warum sich das 160 Tonnen schwere Schleusentor verkantet hat, ist bisher nicht klar. Vermutlich wurde bei der Sturmflut vor einigen Tagen ein größerer Gegenstand unbemerkt angeschwemmt. Das könnte ein Eisenbahnschwelle, ein altes Sofa oder aber auch ein Blindgänger gewesen sein. „Wir wissen es wirklich noch nicht“, sagt Alexander Schwertner, Sprecher der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA). Jetzt müsse erst einmal das schadhafte Tor gesichert werden, bevor man sich überhaupt auf die Suche nach der Ursache machen könne.
Um das Tor zu sichern, ist am Westufer des Sperrwerks ein Gerüst aufgestellt worden, von dem aus das Tor mit einer Stahlkonstruktion abgestützt werden soll. Gelingt das, könnte die Fahrbahn schon in einigen Tagen wieder frei gegeben werden – vielleicht noch vor Weihnachten. Auf den Hinweisschildern vor dem Sperrwerk ist zu lesen, dass zunächst bis zum 18. Dezember alles dicht ist. „Das ist aber nicht verbindlich“, sagt Schwertner. Vieles hänge auch vom Wetter und möglichen weiteren Sturmfluten ab. Er betont, dass der Flutschutz weiter gewährleistet ist.
In den umliegenden Ortsteilen ist die Sperrung deutlich zu spüren. Die Pendler aus dem Alten Land fahren jetzt über den ohnehin stark belasteten Obstmarschenweg oder weiträumig über die B73. „Ausgerechnet zur Weihnachtszeit“, sagt der Buxtehuder Robert Möller, der jeden Morgen nach Hamburg zur Arbeit fährt. „Jetzt haben es doch alle ein bisschen eiliger.“ Ortskundige Autofahrer fahren jetzt über Schleichwege – zur Freude der Anwohner. „Die machen auch vor Anliegerstraßen nicht halt“, sagt der Neuenfelder Peter Albers.
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